Sachsen

Waldbrände außer Kontrolle? Feuerwehren hoffen auf Regen

Waldbrände in Deutschland und Tschechien spitzen sich zu – jetzt ruht alle Hoffnung auf dem ersehnten Regen.

04.05.2026, 11:10 Uhr

Nach mehreren Waldbränden in Deutschland und Tschechien hoffen Einsatzkräfte und Anwohner nun auf baldigen Regen. "Wir setzen darauf, dass in den nächsten Tagen genügend Niederschlag fällt", sagte Antje Wurz, geschäftsführende Vorständin der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, der dpa.

In Jüterbog in Brandenburg war am Freitag ein Feuer ausgebrochen, das sich schnell ausweitete. Nach Angaben der Stadt waren bis Sonntagmittag etwa 113 Hektar betroffen.

Die Löscharbeiten in dem betroffenen Naturschutzgebiet sind allerdings stark eingeschränkt. Das Areal, das früher als Truppenübungsplatz genutzt wurde und noch mit Munition belastet ist, gilt als zu gefährlich für einen direkten Feuerwehreinsatz, erläuterte Wurz. Für Dienstag werden in der Region Niederschläge erwartet.

Wetter als entscheidender Faktor

Auch im Gebiet des tschechischen Nationalparks Böhmische Schweiz nahe der sächsischen Grenze wird spätestens für Dienstag Regen vorhergesagt. In dem rund 79 Quadratkilometer großen Schutzgebiet war am Samstag aus bislang unbekannter Ursache ein Waldbrand entstanden.

Nach aktuellem Stand breitet sich das Feuer dort zwar nicht weiter aus, unter Kontrolle ist es aber noch nicht. Die Bekämpfung wird durch hohe Temperaturen, Trockenheit, Wind und das schwer zugängliche Gelände erschwert. Die tschechische Feuerwehr schrieb auf X, das Wetter sei "unberechenbar". Inzwischen hat der Brand eine Fläche von knapp einem Quadratkilometer erfasst.

Mehr als 400 Feuerwehrleute sowie Kräfte von Polizei, Armee und Rettungsdiensten sind vor Ort im Einsatz. Mindestens acht Hubschrauber sollen Löschwasser aus der Luft abwerfen. Zudem werden aus der Slowakei zwei Transporthubschrauber vom Typ Sikorsky UH-60 Black Hawk zur Unterstützung erwartet.

Flammen auch in den Chiemgauer Alpen

Weiterhin brennt es auch am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen. Die Gemeinde teilte mit, dass ein unmittelbares Eingreifen wegen des steilen und schwer erreichbaren Geländes derzeit nicht sinnvoll sei und die Einsatzkräfte zu stark gefährden würde.

Feuerwehrleute beobachten die Lage rund um das Gebiet, für den Morgen war eine Erkundung aus der Luft vorgesehen. Außerdem wurde ein Krisenstab eingerichtet.

Auf Aufnahmen sind weiterhin dichte Rauchwolken über einem bewaldeten Berghang bei Ruhpolding im Landkreis Traunstein zu sehen. Nach Einschätzung der Gemeinde sind dort mittlerweile etwa vier bis fünf Hektar Wald betroffen. Die Ursache des Feuers ist bislang ebenfalls unklar. Der Deutsche Wetterdienst kündigte für Südbayern ab dem Nachmittag einzelne Schauer und Gewitter an.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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