Bayern

Paukenschlag bei der CDU? Lindholz bringt Wahlrecht ab 16 überraschend ins Spiel

Mit einem überraschenden neuen Anlauf zur Wahlrechtsreform sorgt die Bundestagsvizepräsidentin für Aufsehen. Besonders brisant: Gerade aus der CSU waren solche Forderungen bislang kaum zu hören.

24.04.2026, 15:07 Uhr

Lindholz offen für Bundestagswahl ab 16

Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz (CSU) hat sich für eine neue Debatte über ein Wahlrecht ab 16 Jahren bei Bundestagswahlen ausgesprochen. Im Gespräch mit der "Main-Post" sagte die 55-jährige Politikerin aus Aschaffenburg, sie könne sich eine solche Regelung grundsätzlich vorstellen. In mehreren Bundesländern werde dies bereits praktiziert.

Nach Ansicht von Lindholz würde eine Senkung des Wahlalters auch den Druck auf die Parteien erhöhen, sich intensiver mit jungen Menschen auseinanderzusetzen und bessere Wege zu finden, diese politisch anzusprechen. Hintergrund der Diskussion ist unter anderem die Bundestagswahl 2025, bei der viele Wählerinnen und Wähler unter 25 Jahren ihre Stimmen vor allem an Parteien an den politischen Rändern vergaben.

Derzeit liegt das Mindestalter für Wahlen zum Bundestag sowie zum bayerischen Landtag bei 18 Jahren. In einigen Ländern, etwa in Baden-Württemberg, dürfen jedoch schon 16-Jährige bei Landtagswahlen abstimmen.

Darüber hinaus sprach sich Lindholz dafür aus, die Zahl der Wahlkreise zu verringern. Aktuell gibt es 299. Eine Reduzierung könnte aus ihrer Sicht dazu beitragen, dass weiterhin jeder Wahlkreis durch einen direkt gewählten Abgeordneten im Parlament vertreten ist.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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