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Hoeneß rügt Nagelsmanns Umgang mit der Neuer-Debatte – Mentorrolle für Urbig beim FC Bayern?

Uli Hoeneß will kein «Bashing» gegen Julian Nagelsmann betreiben - macht es dann aber doch ein wenig. Manuel Neuer würde er sich beim FC Bayern noch ein Jahr in einer Patenrolle wünschen.

17.04.2026, 14:43 Uhr

Uli Hoeneß hat Bundestrainer Julian Nagelsmann wegen dessen Vorgehen in der Diskussion um eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer ins DFB-Team deutlich kritisiert. Im Podcast „Auf eine weiß-blaue Tasse“ von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erklärte der Ehrenpräsident des FC Bayern, er hätte die Angelegenheit anders moderiert.

Nach Hoeneß‘ Ansicht hätte man sich zwar grundsätzlich auf einen Torhüter festlegen können, zugleich aber offenlassen sollen, wie sich die Situation entwickelt. Aus seiner Sicht wäre es problemlos möglich gewesen, Neuer erst wenige Wochen vor einer Weltmeisterschaft zu nominieren. Der frühere Bayern-Manager warf Nagelsmann vor, zu viele Themen öffentlich über die Medien auszutragen.

Kritik auch wegen Undav-Aussagen

In diesem Zusammenhang verwies Hoeneß auch auf Nagelsmanns öffentliche Kritik an Stuttgarts Angreifer Deniz Undav, die der Bundestrainer später selbst bereut hatte. Hoeneß‘ Rat: Solche Probleme sollten intern gelöst werden.

Neuer hatte sich nach der Heim-EM 2024 aus der Nationalmannschaft verabschiedet. Danach bestimmte Nagelsmann zunächst Marc-André ter Stegen zur Nummer eins. Da dieser jedoch lange verletzt fehlte, setzte der Bundestrainer inzwischen auf Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim als Torwart für die WM.

Neuer selbst äußerte sich zuletzt gelassen zu einem möglichen Comeback. Er sagte, die Weltmeisterschaft werde zwar stattfinden, er beschäftige sich derzeit aber nicht damit und betrachte alles von außen.

Hoeneß fordert mehr Klarheit Richtung WM

Auch bei der Zusammenstellung des Kaders hätte Hoeneß früher für Klarheit gesorgt. Er betonte, es gehe ihm nicht um ein grundsätzliches „Nagelsmann-Bashing“, kritisierte jedoch, dass aktuell noch weitere junge Spieler ausprobiert würden – aus seiner Sicht auch, um Erwartungen der Öffentlichkeit zu bedienen. Für eine Mannschaft seien Beständigkeit und Vertrauen schließlich besonders wichtig.

Neuer soll Urbig beim FC Bayern begleiten

Mit Blick auf die Zukunft von Manuel Neuer in München sprach sich Hoeneß dafür aus, den im Sommer auslaufenden Vertrag des Torwarts noch einmal zu verlängern. Sein Wunsch wäre, Neuer ein weiteres Jahr beim FC Bayern zu halten und ihm zugleich eine Art Mentorrolle für Jonas Urbig zu geben.

Die Vorstellung: Neuer könnte in der kommenden Saison bewusst auf einzelne Einsätze verzichten, damit der 22 Jahre alte Stellvertreter Spielpraxis sammelt. Von Urbig halte der Club intern sehr viel, sagte Hoeneß. Anfangs sei er zwar skeptisch gewesen, inzwischen traue er dem jungen Keeper aber sogar zu, langfristig in Neuers Fußstapfen zu treten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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