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Drama bei Tauch-Ausbildung: Soldat kollabiert

Drama bei Marine-Training: Ein Soldat bricht in der Schwimmhalle zusammen – jetzt ringt er schwer verletzt auf der Intensivstation.

22.05.2026, 14:38 Uhr

Soldat bei Minentaucher-Ausbildung der Marine kollabiert

Bei einer Ausbildung der Minentaucher der Deutschen Marine ist ein Soldat zusammengebrochen und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Nach Angaben der Marine wurden sofort Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Der Betroffene werde derzeit intensivmedizinisch behandelt.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Mittwoch in der Schwimmhalle der Marine in Eckernförde. Demnach wurde ein Soldat des Seebataillons während des Trainings schwer verletzt. Die Minentaucherkompanie gehört zum Seebataillon.

Nach Informationen der dpa geschah der medizinische Notfall während eines Übungsabschnitts, bei dem sich mehrere Soldaten gemeinsam im Wasser befanden, jedoch mit dem Kopf über der Oberfläche. Dabei trainierten sie ein übliches Verfahren der Ausbildung. Unter anderem wird hierbei ein fünf Kilogramm schwerer Ring in der Gruppe weitergegeben, um bestimmte Abläufe im Wasser nachzustellen.

Anspruchsvolle Ausbildung für hoch spezialisierte Kräfte

Die Ausbildung zum Minentaucher gilt als körperlich wie technisch besonders fordernd. Neben einer sehr guten Fitness sind auch Kenntnisse im Umgang mit Unterwasserdrohnen und Sprengmitteln erforderlich. Zu den Aufgaben der Spezialkräfte zählen unter anderem die Beseitigung von Kampfmitteln, Rettungseinsätze sowie der Schutz von Schiffen und Hafenanlagen vor Sabotage oder Angriffen.

Um die genauen Hintergründe des Zwischenfalls in Eckernförde zu klären, hat die Marine Ermittlungen eingeleitet.

Frühere Vorfälle lösten Debatten über Belastung in der Ausbildung aus

Bereits in der Vergangenheit hatten Fälle von Überforderung bei Märschen und hohen Temperaturen für Aufmerksamkeit gesorgt. Der Bundeswehr wurde dabei wiederholt vorgeworfen, die Belastungsgrenzen von Soldaten in der Ausbildung zu weit auszureizen.

Ein besonders schwerer Fall ereignete sich 2017 im niedersächsischen Munster: Dort brach ein Offizieranwärter während eines Fußmarsches bewusstlos zusammen und starb zehn Tage später im Krankenhaus. Nach damaligen Angaben kollabierte er unerwartet nach einer Marschstrecke von drei Kilometern.

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg kam zu dem Schluss, dass ein Hitzschlag die Todesursache des 21-Jährigen war. Am selben Tag waren bei der praktischen Ausbildung in Standortnähe noch drei weitere Soldaten zu unterschiedlichen Zeiten zusammengebrochen. Risiken können auch dann entstehen, wenn Krankheiten unentdeckt bleiben oder Soldaten nicht vollständig genesen an belastenden Übungen teilnehmen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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