Berlin

Nach Todesfall: Volksbühne stoppt Meese-Premiere

Kurz vor der Premiere platzt Jonathan Meeses Volksbühnen-Projekt – der Grund für die überraschende Absage bewegt.

13.05.2026, 17:27 Uhr

Nach dem Tod seiner Mutter wird Jonathan Meeses nächste Inszenierung an der Berliner Volksbühne nicht stattfinden. Die für den 12. Juni angekündigte Uraufführung von „Alaska Kid“ könne wegen eines Trauerfalls nicht wie geplant realisiert werden, erklärte das Theater.

Meese hatte vorgesehen, Texte von Jack London für die Bühne zu bearbeiten. Neben ihm selbst sollten auch Lilith Stangenberg und Martin Wuttke in der Produktion auftreten. Der Untertitel des Abends lautete: „Meese, Stangenberg, Wuttke on Ice. Drei Grünschnäbelchen auf Goldsuche“.

Nachruf auf seine Mutter

Bereits im April hatte Meese im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ mit einem persönlichen Nachruf Abschied von seiner Mutter Brigitte genommen. Darin schrieb der 56-Jährige unter anderem, sie sei nun „Feenstaub und Sternenstaub“.

Zugleich formulierte er, sie sei in die „ewigen Jagdgründe der Kunst“ entschwunden und in die „Totalkunst“ eingegangen. Seine Mutter bezeichnete er dabei unter anderem als „Erzmami der Liebe“ und als „Chefin der Kunst“.

Die Absage fällt in eine Phase des Wandels an der Berliner Volksbühne. Nach dem Tod des bisherigen Intendanten René Pollesch wird das Haus in der kommenden Spielzeit von Matthias Lilienthal übernommen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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