Bayern

Wasser-Alarm: München rüstet jetzt Brunnen auf

München dreht sogar den Fischbrunnen ab: Wegen Wasserknappheit bleibt das Wahrzeichen trocken – aber nicht mehr lange.

29.07.2026, 14:34 Uhr

München rüstet Brunnen wegen Wasserknappheit technisch nach

Angesichts der angespannten Wassersituation in München sollen zahlreiche städtische Brunnen modernisiert werden. Der Stadtrat beschloss einstimmig, das Baureferat damit zu beauftragen, in den nächsten drei Jahren mindestens 30 besonders wasserintensive Brunnen mit Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik auszustatten. Dafür stellt die Stadt insgesamt 900.000 Euro bereit.

Nach Einschätzung der Stadt dürfte sich diese Investition vergleichsweise schnell rechnen: Durch sinkende Ausgaben für Wasser und Abwasser könnten die Kosten voraussichtlich binnen zwei bis vier Jahren wieder ausgeglichen werden.

Als erstes soll der bekannte Fischbrunnen vor dem Rathaus am Marienplatz neue Steuerungstechnik erhalten – noch während der laufenden Brunnensaison. Zum Beginn der nächsten Saison sollen dann zehn weitere Anlagen folgen. Nach Angaben der Stadt könnten so an Betriebstagen rund 300 Kubikmeter Wasser pro Tag eingespart werden.

Bereits am 14. Juli hatte München wegen drohender Wasserknappheit eine Allgemeinverfügung erlassen, um den Verbrauch zu senken. Seitdem ist unter anderem das Befüllen privater Pools, das Bewässern von Rasenflächen sowie das Autowaschen auf Privatgrundstücken verboten. Bei Verstößen können Bußgelder von bis zu 50.000 Euro verhängt werden. In diesem Zusammenhang wurden auch die zehn Brunnen mit dem höchsten Wasserverbrauch vorübergehend außer Betrieb genommen.

Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) machte deutlich, dass dies keine dauerhafte Lösung sein solle. Die neue Technik sei ein sinnvoller Mittelweg, um Brunnen weiter betreiben und zugleich Trinkwasser sparen zu können. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass der Fischbrunnen noch im August nachgerüstet werden soll und damit voraussichtlich bald wieder laufen kann.

Wassersparen in München
Der Fischbrunnen ist derzeit trocken (Archiv). Quelle: Sven Hoppe/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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