Bayern

Neue Spur? Vermisste Bayern-Frau an der Ostsee

Dann verschwand sie nach dem Ehekrach spurlos – ohne Brille oder Geldbörse. Jetzt führt eine heiße Spur direkt an die Ostsee.

07.08.2026, 13:07 Uhr

Vermisste Frau aus Unterhaching womöglich an der Ostsee gesehen

Eine Frau aus Unterhaching bei München, die seit Jahren vermisst wird, könnte sich möglicherweise im Raum Rostock-Warnemünde aufhalten. Nach Angaben der Polizei meldeten sich Zeugen, die glaubten, die Frau erkannt zu haben.

Wie die Staatsanwaltschaft München I mitteilte, wurde außerdem ein Video gesichert. Darauf ist eine Person zu sehen, bei der es sich womöglich um die Vermisste handeln könnte. Den neuen Spuren werde derzeit mit großem Einsatz nachgegangen. Zuerst hatte die "Bild" über die Aufnahmen berichtet.

Die Frau, die zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 39 Jahre alt war, wird seit November 2022 gesucht. Nach Informationen des Polizeipräsidiums Rostock soll sie zu Beginn der Woche von mehreren Menschen in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich Stoltera/Diedrichshagen an der Ostseeküste gesehen worden sein.

Fall bereits bei „Aktenzeichen XY… ungelöst“

Die Polizei hatte schon früher versucht, das rätselhafte Verschwinden der Frau aufzuklären, unter anderem mit einem Fahndungsaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“.

Demnach war es Ende Oktober 2022 zu einem heftigen Streit mit ihrem Ehemann gekommen, später hatten sich beide wieder versöhnt. Am 7. November meldete der Mann seine Frau schließlich als vermisst.

In der gemeinsamen Wohnung entdeckten die Ermittler zahlreiche persönliche Gegenstände der Frau, darunter Bank- und Kreditkarten, ihre Brille, die Geldbörse, Mobiltelefone, den Verlobungs- und Ehering sowie ihren Ausweis.

Der Ehemann geriet zeitweise in den Fokus der Ermittlungen, allerdings fanden sich keine belastbaren Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Nach seinem Tod im Jahr 2024 wurde das Verfahren eingestellt. Als der Fall einige Monate später im Fernsehen aufgegriffen wurde, hielten die Ermittler sowohl ein Gewaltverbrechen als auch einen Suizid oder ein freiwilliges Untertauchen für denkbar.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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