Bayern

Verfassungsschutzchef warnt: 29 Islamisten in Bayern

Radikalisierung per Klick, neue Anschlagsmuster: Warum Bayerns Verfassungsschutz jetzt eindringlich vor Islamisten warnt

28.07.2026, 10:56 Uhr

Hohe Bedrohung durch Islamismus in Bayern bleibt bestehen

Nach dem Angriff beim Christopher Street Day in Berlin bewertet Bayerns Verfassungsschutzpräsident Manfred Hauser die Gefahr durch islamistischen Extremismus im Freistaat weiterhin als sehr hoch. Im BR Fernsehen erklärte er, aktuell gebe es in Bayern 29 islamistische Gefährder. Davon befänden sich jedoch nur sechs in Freiheit, während die übrigen entweder in Haft oder im Ausland seien.

Hauser zufolge hat sich die Art der Bedrohung verändert. Statt aufwendig vorbereiteter Anschläge gehe der Trend zunehmend zu Taten von Einzelpersonen, die mit einfachen Mitteln wie Messern oder Fahrzeugen angreifen. Diese Täter radikalisierten sich häufig allein über das Internet, beeinflusst von einer großen Menge professionell aufbereiteter dschihadistischer Propaganda, die teils auch mit Künstlicher Intelligenz erstellt werde.

Sicherheitsbehörden vereitelten bereits mehrfach Vorhaben

Nach Ansicht Hausers ist es entscheidend, Radikalisierungsprozesse möglichst früh zu erkennen und zu stoppen. In der Vergangenheit sei es dem Verfassungsschutz zusammen mit der Polizei wiederholt gelungen, mögliche Anschlagspläne rechtzeitig aufzudecken und dadurch Taten zu verhindern.

Als Beispiel verwies er auf einen mutmaßlich geplanten Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern im Dezember des vergangenen Jahres. Damals waren fünf Verdächtige festgenommen worden. Gegen sie stand der Verdacht im Raum, mit einem Fahrzeug Besucher eines Weihnachtsmarkts töten oder verletzen zu wollen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen