Bayern

Söder: Pisa-Schock in Bayern

Pisa-Schock in Bayern: Söder warnt um die Zukunft – jetzt sollen Grundschüler deutlich mehr Unterricht bekommen.

22.09.2026, 13:23 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht die Innovationsfähigkeit des Freistaats in den kommenden Generationen gefährdet. Bei einer CSU-Fraktionsklausur in Kloster Banz bei Bad Staffelstein (Landkreis Lichtenfels) sprach er von einem aktuellen „Pisa-Schock“ in Bayern. Dadurch stelle sich die Frage, ob in einigen Jahren noch genügend kluge Köpfe vorhanden seien, um die Innovationskraft Bayerns zu erhalten.

Hintergrund sind die Ergebnisse des jüngsten Bildungsmonitorings, die erhebliche Defizite offengelegt haben. Demnach erreichen viele 15-Jährige in Bayern die Mindeststandards in Fächern wie Mathematik, Deutsch und Naturwissenschaften nicht.

Als Reaktion kündigte Söder an, die Grundschulen im Freistaat gezielt zu stärken. Geplant sind mehr Unterrichtsstunden in den Kernfächern Deutsch und Mathematik, eine dritte Sportstunde sowie zusätzlicher Musikunterricht.

Auch Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) bezeichnete die Pisa-Ergebnisse als inakzeptabel. Kinder und Schulen bräuchten vor allem mehr Zeit, sagte sie. Mehr Unterricht solle den Schülerinnen und Schülern mehr Raum geben, sicher lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Zugleich könnten sie sich durch mehr Sport und Musik zu starken Persönlichkeiten entwickeln. Den Ausbau des Unterrichts wertete Stolz zudem als wichtigen Schritt hin zu mehr Bildungsgerechtigkeit.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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