Bayern

Schock-Felssturz an der Zugspitze

Rätselhafter Felssturz auf der Zugspitze: riesige Staubwolke, bröckelnde Felsen - warum keine akute Gefahr droht

23.09.2026, 08:36 Uhr

Felssturz an der Zugspitze löst große Staubwolke aus

An der Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands, haben sich mehrere Kubikmeter Gestein gelöst und eine massive Staubwolke verursacht. Verletzt wurde dabei niemand. Der am Dienstag festgestellte Felsabbruch an einem Grat auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich setzte sich auch am Mittwoch fort. Nach Angaben von Franz Dörfler, stellvertretender Bereitschaftsleiter der Bergwacht Grainau, lösen sich dort weiterhin kleinere Gesteinsteile.

Solche Vorfälle sind laut Dörfler inzwischen keine Seltenheit mehr, auch wenn das Ausmaß in diesem Fall ungewöhnlich sei. Für einen Berg wie die 2.962 Meter hohe Zugspitze sei ein derartiger Abbruch nicht alltäglich, komme aber angesichts der Entwicklung nicht überraschend.

Permafrost verliert seine stabilisierende Wirkung

Wie groß die tatsächlich abgebrochene Gesteinsmenge ist, lässt sich derzeit nur schwer einschätzen, da der betroffene Bereich unzugänglich ist. Mitarbeiter der Zugspitzbahnen beobachten die Situation aus der Distanz. Die Stelle sei nur schwer einsehbar. Gebäude oder Wege wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht beschädigt.

Dörfler zufolge wird das Gestein an der Zugspitze bislang durch Permafrost stabilisiert. Weil dieser infolge des Klimawandels und steigender Temperaturen zunehmend auftaut, häufen sich Gesteinsabbrüche. Über den Vorfall vom Dienstag hatten zuvor bereits mehrere Medien berichtet.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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