Anschlag auf Moschee in Memmingen
Nach dem Angriff auf die Moschee der türkischen Gemeinde in Memmingen ermittelt inzwischen die Münchner Generalstaatsanwaltschaft. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West gehen die Ermittler von einem islamfeindlichen Motiv aus. Deshalb wurde auch die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus eingeschaltet.
Unbekannte hatten am frühen Freitagmorgen offenbar mit Tierblut gefüllte Luftballons in den Eingangsbereich der Moschee geworfen. Zudem legten sie einen Schweinekopf ab und steckten ihn auf den an einer Mauer befestigten Halbmond.
Die Tat geschah in den frühen Morgenstunden des Freitags. Das Staatsschutz-Kommissariat der Memminger Kriminalpolizei sucht nun Zeugen, die verdächtige Personen oder die Täter beobachtet haben könnten.
Nach der Spurensicherung reinigten Einsatzkräfte der Feuerwehr gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung den betroffenen Eingangsbereich der Moschee. Auch eine benachbarte Packstation, die ebenfalls verschmutzt worden war, musste gesäubert werden.
Die Münchner Generalstaatsanwaltschaft ist unter anderem für Ermittlungen bei Extremismus- und Terrorverdacht zuständig.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion