Bayern

Sabotageplan? Darum trugen sie vier Kanister

Vier Kanister Brandbeschleuniger, ein rätselhaftes Ziel, möglicher Auslandsauftrag: Was steckte hinter dem Plan in Bayern?

29.10.2026, 16:12 Uhr

Die beiden im Raum Nürnberg festgenommenen Männer, gegen die wegen mutmaßlicher Sabotagepläne ermittelt wird, hatten erhebliche Mengen Brandbeschleuniger dabei. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft München wurden sie mit vier Kanistern einer leicht entzündlichen Flüssigkeit aufgegriffen.

Die aus Belarus stammenden Verdächtigen sollen im Auftrag einer ausländischen Regierung und gegen Bezahlung gehandelt haben. Nach bisherigem Ermittlungsstand könnte sich ihr Plan gegen ein bislang nicht genauer benanntes Gebäude oder gegen eine Einrichtung der kritischen Infrastruktur gerichtet haben.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler sollte das Ziel in Brand gesetzt werden. Dadurch sollte ein beträchtlicher Sachschaden entstehen, um die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu beeinträchtigen. Darüber hatte zuvor auch der Spiegel berichtet.

Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts der Verabredung zu schwerer Brandstiftung sowie wegen Agententätigkeit zu Sabotagezwecken. Das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth an die bei der Generalstaatsanwaltschaft angesiedelte Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) übergeben.

Ermittlungen auch in Rumänien

Bei den Beschuldigten handelt es sich laut Behörden um zwei belarussische Staatsangehörige im Alter von 50 und 39 Jahren. Seit dem 7. Oktober sitzen beide in Untersuchungshaft. Parallel dazu wird auch in Rumänien gegen die Männer ermittelt.

Wie der Spiegel berichtet, prüfen die rumänischen Sicherheitsbehörden, ob die beiden Belarussen in der Nacht zum 14. September an einem Brandanschlag auf einen Industriepark in der rumänischen Stadt Brașov beteiligt waren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen