Seit dem Cyberangriff auf die Ludwig-Maximilians-Universität München hat sich nach Angaben der Hochschule bislang niemand als Täter gemeldet. Eine Sprecherin erklärte, die LMU arbeite eng mit den zuständigen Ermittlungsbehörden zusammen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt habe es keinen Kontakt durch den Angreifer gegeben.
Auch für eine Veröffentlichung gestohlener Informationen im Darknet oder auf ähnlichen Plattformen gebe es derzeit keine Anzeichen. Ebenso lägen der Universität keine Hinweise von Studierenden vor, dass persönliche Daten bereits öffentlich gemacht wurden. Die Hochschule habe dafür ein engmaschiges Monitoring eingerichtet.
Stammdaten aus dem Immatrikulationsbereich betroffen
Nach Angaben der LMU wurde ein IT-System angegriffen, das Stammdaten zu Einschreibungen verarbeitet. Entdeckt worden sei der Vorfall am vergangenen Mittwoch. Nach bisherigem Stand könnte der Täter unter anderem Namen, Post- und E-Mail-Adressen, Geburtsorte, Bankverbindungen sowie weitere private Informationen erlangt haben. Dazu zählen nach Uni-Angaben auch Daten über frühere Bildungsabschlüsse.
Wie viele Personen möglicherweise betroffen sind, teilte die Universität bislang nicht mit. Die LMU zählt zu den größten Hochschulen in Deutschland.
Die Universität versicherte den Betroffenen, dass ihnen im Studium keine Nachteile entstehen sollen. Gleichzeitig rief sie dazu auf, wachsam zu bleiben. Die Ermittlungen führt laut Mitteilung das Bayerische Landeskriminalamt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber