Angriff auf Bundespolizisten in Münchner Bahnhofsmission
In einer Hilfseinrichtung am Münchner Hauptbahnhof hat ein 43 Jahre alter Mann Bundespolizisten attackiert. Nach Angaben der Bundespolizei war er erst wenige Stunden zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden.
Der Mann soll am Dienstag in der Bahnhofsmission durch sein aggressives Auftreten aufgefallen sein und Mitarbeitende beleidigt haben. Als die Bundespolizei eingriff, setzte er sich laut Mitteilung zur Wehr und versuchte, die Einsatzkräfte mit Kopfstößen anzugreifen. Die Beamten brachten ihn daraufhin unter Kontrolle und legten ihm Handfesseln an. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab demnach 2,18 Promille.
Später reagierte der 43-Jährige nicht mehr auf Ansprachen der Polizisten. Deshalb wurde er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde dort eine Blutprobe entnommen. Anschließend kam der Mann in die Haftanstalt des Münchner Polizeipräsidiums. Auch dabei soll er erneut Widerstand geleistet sowie die Beamten beleidigt und bedroht haben.
Verletzt wurde laut Bundespolizei niemand. Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen des Verdachts auf tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sowie wegen Beleidigung und Bedrohung ermittelt. Noch heute soll er einem Haftrichter vorgeführt werden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber