Landwirt nach Wasserdiebstahl auch wegen Bestechungsversuchs im Visier
Ein Bauer aus Niederbayern steht nach dem mutmaßlichen Diebstahl von 51.000 Litern Wasser gleich in zweifacher Hinsicht unter Verdacht. Nach Angaben der Polizei soll er am vergangenen Wochenende in Gangkofen im Landkreis Rottal-Inn einen Hydranten genutzt und das Wasser in Güllefässer sowie weitere Tanks gepumpt haben.
Der Vorfall fiel auf, weil Wasserleitungen und Hydranten in der Regel technisch überwacht werden. Als das System wegen eines vermeintlichen Lecks Alarm schlug, suchten zwei Mitarbeiter der Gemeinde nach der Ursache und trafen dabei auf den Landwirt.
Laut Polizei bot der Mann den beiden Gemeindebeschäftigten anschließend einen geringen Betrag im unteren dreistelligen Bereich an, damit der Vorfall nicht weitergemeldet werde. Dadurch verschärfte sich seine Situation zusätzlich.
Gegen den Bauern wird nun nicht nur wegen Diebstahls, sondern auch wegen versuchter Bestechung ermittelt. Der entstandene Schaden für die Gemeinde liegt nach Schätzungen der Polizei bei rund 600 Euro.
Das entnommene Wasser wurde allerdings nicht entsorgt. Wie die Polizei weiter mitteilte, blieb es in den Fässern und Tanks und wird dem Landwirt von der Gemeinde in Rechnung gestellt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion