Bayern

HIV-Testwochen: Dieser Test kann Aids verhindern

Aus Scham keinen HIV-Test? Warum frühes Handeln Leben schützt – und wo Bayern jetzt extra Beratung anbietet.

01.11.2026, 12:40 Uhr

Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach (CSU) hat zum Auftakt der bayerischen HIV-Testwochen zu mehr Vorsorge und frühen Tests aufgerufen. Niemand solle aus Scham oder Angst auf einen HIV-Test verzichten, erklärte die Ministerin.

Eine früh erkannte Infektion könne rechtzeitig behandelt werden. Dadurch lasse sich ein Ausbruch von Aids verhindern und zugleich das Risiko verringern, andere Menschen anzustecken. Die HIV-Testwochen in Bayern laufen vom 2. bis 30. November.

Mehr HIV-Neuinfektionen in Bayern

Nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums lebten Ende 2024 nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 12.400 Menschen im Freistaat mit HIV. Für das Jahr 2024 wurden demnach etwa 290 Neuinfektionen angenommen – rund 15 mehr als im Jahr davor. Bundesweit nahm laut RKI vor allem die Zahl der Ansteckungen durch heterosexuelle Kontakte zu.

Unter dem Motto „Test jetzt!“ bieten Gesundheitsämter, Aids-Beratungsstellen und Aids-Hilfen während der Aktionswochen zusätzliche Beratungen, Testmöglichkeiten und Informationsveranstaltungen an. Unabhängig davon können in den bayerischen Gesundheitsämtern das ganze Jahr über kostenlose und anonyme HIV-Tests gemacht werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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