Bayern

Goldketten-Raub bei Rap-Konzert: Jetzt vor Gericht

Würgemale, geraubte Goldketten bis 6.000 Euro: Nach einem Rap-Konzert in München kommt eine schockierende Raubserie vor Gericht.

01.10.2026, 13:16 Uhr

Bei einem Rapkonzert in München sollen Besucher systematisch um ihre Goldketten gebracht worden sein. Deshalb steht nun ein 23-Jähriger vor dem Landgericht München I. Die Anklage wirft ihm schweren Raub vor, in zwei Fällen außerdem Körperverletzung.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft summiert sich der Wert der insgesamt neun gestohlenen Ketten auf rund 11.000 Euro. Gegen drei weitere mutmaßliche Beteiligte wird demnach getrennt ermittelt.

Goldschmuck im Visier

Laut Anklage soll die Gruppe mit wechselnder Besetzung gezielt Goldketten geraubt und anschließend weiterverkauft haben. Auch bei dem Konzert am 1. März 2025 in München sollen die Männer so vorgegangen sein. Dem 23-Jährigen werden für diesen Abend zwischen 20.30 Uhr und 21.45 Uhr insgesamt neun Taten zugerechnet. Danach sollen die Verdächtigen in der Menge verschwunden sein.

Bei den Betroffenen handelte es sich ausschließlich um Männer, teils mit auffälligem Goldschmuck. Die meisten Ketten werden in der Anklage auf Werte zwischen 200 und 700 Euro beziffert, eine weitere auf etwa 1.000 Euro. Das wertvollste Schmuckstück soll rund 6.000 Euro gekostet haben. Dessen Besitzer erlitt den Ermittlungen zufolge Schürfwunden am Hals, als ihm die Kette gegen 20.30 Uhr entrissen wurde.

Ein Opfer konnte sich wehren

In einem weiteren Fall nur wenige Minuten später scheiterte der Raubversuch offenbar. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft konnte das Opfer seine etwa 3.000 Euro teure Kette festhalten. Dennoch soll der Mann Würgemale am Hals davongetragen haben.

Der in Spanien geborene Angeklagte sitzt seit April in Untersuchungshaft. Ihm werden neun Fälle von schwerem Raub, ein versuchter schwerer Raub sowie zwei Fälle von Körperverletzung zur Last gelegt. Bis Ende November hat das Landgericht sieben weitere Verhandlungstage vorgesehen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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