Bayern

Diebesbande im Restaurant? Razzia mit Großaufgebot

Razzia bei 50 Beschäftigten eines Münchner Restaurants: Seit Monaten wird ermittelt. Was die Polizei jetzt aufgedeckt hat.

07.05.2026, 17:10 Uhr

Razzia bei Beschäftigten eines Münchner Lokals

Die Polizei hat mehrere Durchsuchungen im Zusammenhang mit einem Restaurant in München durchgeführt. Nach Angaben der Ermittler stehen insgesamt 50 Beschäftigte im Verdacht, Speisen und Getränke über längere Zeit nicht ordnungsgemäß verbucht und abgerechnet zu haben. Im Raum stehen unter anderem Vorwürfe des schweren Bandendiebstahls.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, etwa Barerlöse für sich behalten oder Waren aus dem Betrieb entwendet zu haben. Wie hoch der entstandene Schaden tatsächlich ist, wird derzeit noch untersucht. Nach bisherigem Stand könnte sich die Summe jedoch auf mehrere hunderttausend Euro belaufen.

Auslöser waren Auffälligkeiten im Betrieb

Ins Rollen kamen die Ermittlungen, nachdem der Geschäftsführer des Restaurants Unregelmäßigkeiten bemerkt und die Polizei informiert hatte. Die Kriminalpolizei ermittelt laut Behörden bereits seit März des vergangenen Jahres.

Im Zuge des Einsatzes wurden am selben Tag unter anderem Mitarbeiterspinde im Restaurant sowie fast 50 Privatanschriften in München und Oberbayern durchsucht. Dabei stellten die Beamten verschiedene mögliche Beweismittel sicher, darunter Mobiltelefone, Laptops und Bargeld. Zudem wurden eine geringe Menge Betäubungsmittel und eine Langwaffe gefunden.

50 Personen im Visier der Ermittler

Nach Polizeiangaben handelt es sich bei den Tatverdächtigen um 45 Männer und fünf Frauen im Alter zwischen 25 und 69 Jahren. 44 von ihnen wurden angetroffen, nach den polizeilichen Maßnahmen jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt. Eine weitere Person soll einem Haftrichter vorgeführt werden, der über eine mögliche Untersuchungshaft entscheidet.

An dem umfangreichen Einsatz waren rund 130 Polizeikräfte beteiligt. Die Maßnahmen vor Ort waren zunächst noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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