In der Nacht zum Donnerstag ist auf eine Baustelle in München ein Brandanschlag verübt worden. Nach Angaben der Polizei wurden gegen Mitternacht mehrere Brandsätze aus einem Auto auf das Gelände geworfen. Später nahm die Polizei an einer Tankstelle zwei Verdächtige fest. Das Bayerische Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen und prüft einen möglichen politischen Hintergrund. Hier der aktuelle Stand.
Was bislang bekannt ist
- Zeit und Ort: Die Tat ereignete sich in der Nacht zum Donnerstag in München. Ein Zeuge soll laut Polizei beobachtet haben, wie gegen Mitternacht mehrere Brandsätze aus einem Auto auf eine Baustelle geworfen wurden.
- Ablauf der Tat: Mindestens ein Brandsatz setzte etwas in Brand. Polizeikräfte löschten das Feuer. Ein weiterer Brandsatz wurde von Spezialkräften unschädlich gemacht.
- Schadenslage: Nach bisherigen Erkenntnissen entstand kein größerer Sachschaden.
- Festnahmen: Im Zuge der Fahndung wurden an einer Tankstelle eine 28 Jahre alte Frau und ein 38-jähriger Mann festgenommen. Nach Angaben des LKA handelt es sich bei den beiden um bulgarische Staatsangehörige.
- Mögliches Ziel: Nach Angaben des LKA war Ziel der Attacke ein Unternehmen aus dem Rüstungsbereich.
- Ermittlungen: Wegen eines vermuteten politischen Hintergrunds führt nun das LKA die weiteren Untersuchungen.
Was noch unklar ist
- Betroffenes Unternehmen: Welches Unternehmen aus dem Rüstungsbereich konkret im Visier stand, haben die Ermittler bislang nicht mitgeteilt.
- Motiv: Ob tatsächlich ein politisch motivierter Anschlagsversuch auf ein Unternehmen der Rüstungsbranche vorliegt, ist noch nicht abschließend geklärt. Das LKA ermittelt in diese Richtung.
- Rolle der Festgenommenen: Ob die beiden festgenommenen Personen tatsächlich mit dem Vorfall in Verbindung stehen, wird derzeit noch geprüft. Nach Angaben eines LKA-Sprechers haben sie sich bislang nicht geäußert.
- Weitere Details: Unbekannt sind bislang unter anderem die genaue Zahl der eingesetzten Brandsätze, deren konkrete Bauweise sowie mögliche Hintergründe zur Vorbereitung der Tat oder zu eventuellen Unterstützern.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber