In Nürnberg ist eine auf dem Gelände von Siemens Energy im Stadtteil Gibitzenhof gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft worden. Der Blindgänger war am Vormittag auf dem Werksgelände an der Katzwanger Straße entdeckt worden, teilte die Stadt mit.
Nach Angaben der Stadt handelte es sich um eine 112 Kilogramm schwere Bombe mit 56 Kilogramm Sprengstoff. Der Kampfmittelräumdienst ordnete einen Evakuierungsradius von 400 Metern rund um den Fundort an. Bis zum Abschluss der Entschärfung war zudem der Luftraum über Nürnberg gesperrt.
Von der Räumung betroffen waren nach aktuellem Stand ausschließlich Firmengebäude. Laut Stadt mussten rund 800 Mitarbeitende von Siemens Energy sowie etwa 1.200 Beschäftigte anderer Unternehmen das Gebiet verlassen.
Ein Sprecher von Siemens Energy bestätigte den Fund der Bombe auf dem Werksgelände. Aus Sicherheitsgründen sei das Areal weiträumig geräumt worden. Außerdem wurde die Frühschicht vorzeitig nach Hause geschickt, die Spätschicht vorsorglich abgesagt. Die Sicherheit der Mitarbeitenden habe oberste Priorität.
Auf dem Gelände produziert Siemens Energy große Transformatoren für Stromnetze. Nach Unternehmensangaben hat der eintägige Produktionsausfall keine Auswirkungen auf die Lieferfähigkeit. Die Fertigung solcher Anlagen dauere viele Monate bis teils mehr als ein Jahr, sodass die Unterbrechung im Produktionsablauf ausgeglichen werden könne.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber