Bayern

Bayern tankt plötzlich weniger

Weniger getankt, trotzdem mehr bezahlt: Neue Bayern-Zahlen zeigen, wie hart die Spritpreise im April wirklich zuschlugen.

29.05.2026, 09:38 Uhr

Die Menschen in Bayern haben im April spürbar weniger Kraftstoff gekauft als im gleichen Monat des Vorjahres. Darauf weisen Daten des Landesamts für Statistik zu den Umsätzen an Tankstellen hin. Zwar lagen die Erlöse nominal um 11,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor, doch wegen der infolge des Iran-Kriegs außergewöhnlich hohen Spritpreise ergibt sich preisbereinigt ein Rückgang von 6,7 Prozent.

In den Umsatzzahlen sind nicht nur Kraftstoffverkäufe enthalten, sondern auch Einnahmen aus den Shops der Tankstellen. Da der größte Teil des Geschäfts jedoch üblicherweise auf Benzin und Diesel entfällt, spricht das deutliche Minus nach Preisbereinigung dafür, dass im April insgesamt weniger getankt wurde.

April teuerster Tankmonat bislang

Deutschlandweit war der April der bislang teuerste Monat zum Tanken. Im Durchschnitt kostete ein Liter Diesel 2,263 Euro, Super E10 lag bei 2,109 Euro je Liter. Spezielle Werte für Bayern liegen zwar nicht vor, dürften aber in einer ähnlichen Größenordnung gelegen haben.

Bereits im März hatten die Statistiker einen Rückgang der Nachfrage an den Tankstellen festgestellt. Damals waren die Umsätze preisbereinigt um etwas mehr als 8 Prozent gesunken.

Anders entwickelte sich die Beschäftigung: Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Tankstellen lag 2,8 Prozent über dem Stand von April 2025.

Im Mai fielen die Spritpreise bislang wieder deutlich niedriger aus als im April. Dazu trug auch der Tankrabatt der Bundesregierung bei.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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