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Wal-Drama in Argentinien – Rettung in letzter Sekunde?

Kritische Rettung: Ein orientierungsloser Seiwal steckt in tückischem Sandbank-Gebiet fest – schaffen es die Teams noch rechtzeitig?

25.07.2026, 20:27 Uhr

Gestrandeter Seiwal in Argentinien trotz Rettungseinsatz gestorben

Ein großer Seiwal ist im Río de la Plata in Argentinien auf einer Sandbank gestrandet und trotz einer großangelegten Rettungsaktion verendet. "Leider hat das Tier trotz aller Bemühungen nicht überlebt", teilte die Naturschutzstiftung Temaikén mit.

Mehr als einen Tag lang versuchten Einsatzkräfte, den laut Medienberichten rund sieben Meter langen Wal vor der Küste von San Fernando nördlich von Buenos Aires aus seiner Notlage zu befreien. Die Situation war nach Angaben der Stiftung von Beginn an kritisch.

Der Wal lag mit seinem gesamten Körpergewicht auf dem Bauch, was seine Organe stark belastete. Um den Stress für das tonnenschwere Tier zu verringern, hielten die Helfer seine Haut ständig feucht.

Erschwert wurde der Einsatz durch die Bedingungen in dem Flussabschnitt mit starken Gezeitenschwankungen und zahlreichen Sandbänken. Die Rettungsteams wollten den steigenden Wasserstand nutzen, um den Wal wieder flottzubekommen und ihn in tieferes Wasser zu lotsen. Von dort aus sollte er den Weg zurück ins Meer finden. Das gelang jedoch nicht.

Saisonale Wanderung im Atlantik vor Argentinien

Der Seiwal (Balaenoptera borealis) war am Freitag Ortszeit erstmals entdeckt worden. Während des südlichen Winters wandern diese Wale entlang der argentinischen Atlantikküste nach Norden. Sichtungen nahe der Mündung des Río de la Plata zwischen Argentinien, Uruguay und Brasilien sind daher grundsätzlich nichts Ungewöhnliches.

Im aktuellen Fall geht Temaikén davon aus, dass das Tier die Orientierung verloren hatte. Vermutlich führte eine Kombination aus Umweltfaktoren oder einem gesundheitlichen Problem dazu, dass der Wal flussaufwärts schwamm und schließlich auf der Sandbank strandete.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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