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Tragödie auf Flores: Brücke reißt zwei Österreicher in den Tod

Ein Knacken – dann reißt die Hängebrücke ein: Für zwei Österreicher endet der Ausflug tödlich. Warum Hilfe oft zu spät kommt.

25.05.2026, 08:07 Uhr

Zwei österreichische Urlauber sterben bei Brückeneinsturz auf Flores

Auf der indonesischen Insel Flores sind zwei Touristen aus Österreich bei einem tragischen Unglück nahe eines beliebten Wasserfalls ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden stürzten die beiden von einer Hängebrücke ab, die durch den Dschungel zum Cunca-Wulang-Wasserfall führt. Die Gegend ist ein viel besuchtes Ausflugsziel und liegt rund zwei Autostunden vom Touristenort Labuan Bajo entfernt.

Wie der Leiter der örtlichen Such- und Rettungsbehörde, Fathur Rahman, am Sonntagmorgen Ortszeit mitteilte, wurden die Leichen eines 55-jährigen Mannes und einer 57-jährigen Frau aus einem Fluss unterhalb der Brücke geborgen. Besucher müssen auf dem rund 30 Minuten langen Fußweg zum Wasserfall die etwa 50 Meter lange Hängebrücke überqueren.

Was war passiert?

Der Reiseführer des Paares sagte dem Portal Hey Bali News, dass Teile der Brücke plötzlich nachgegeben hätten. Demnach seien die beiden nebeneinander gegangen und hätten noch in die Kamera gelächelt. Kurz darauf habe er ein sehr lautes Geräusch gehört, das wie brechendes Holz oder ein herabfallender großer Ast geklungen habe.

Innerhalb weniger Sekunden seien mehrere Planken der Brücke eingestürzt. Die beiden Urlauber stürzten daraufhin etwa 20 Meter in die Tiefe. Auf in lokalen Medien verbreiteten Fotos ist zu sehen, dass in der Hängebrücke ein großes Loch klafft. Aus welcher Region Österreichs die Opfer stammten, war zunächst weiter unklar.

Das Portal verwies zudem darauf, dass Hängebrücken in abgelegenen Regionen Indonesiens oft aus lokalen Materialien gebaut und nur unregelmäßig kontrolliert würden. Für Reisende sei der Vorfall eine Mahnung, dass die Infrastrukturstandards im indonesischen Archipel stark variieren können.

Der Cunca-Wulang-Wasserfall ergießt sich in einen engen Canyon, der oft wie eine Miniatur-Version des Grand Canyon in den USA beschrieben wird. Das türkisfarbene Wasser, die Felsen sowie die Möglichkeit, in der Schlucht zu schwimmen oder von Felsen zu springen, machen den Ort besonders bei Ausflüglern beliebt.

Immer wieder tödliche Touristen-Unglücke

Flores gehört zu den Kleinen Sundainseln und liegt etwa 500 Kilometer östlich von Bali. Mit Tauchgebieten, Vulkanlandschaften und der Nähe zum Komodo-Nationalpark mit seinen seltenen Komodo-Waranen zieht die Insel Besucher aus aller Welt an.

Tödliche Unglücke an abgelegenen Naturattraktionen sind in Indonesien keine Seltenheit. Schwieriges Gelände, teils veraltete Infrastruktur und lange Rettungswege erschweren Einsätze in vielen Regionen des weltgrößten Inselstaates. Erst im Dezember kamen vor Flores vier Mitglieder einer sechsköpfigen spanischen Familie ums Leben, als ihr Boot kenterte. Im vergangenen Juni stürzte zudem eine Brasilianerin am Vulkan Rinjani auf der Insel Lombok in den Tod.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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