Nach dem gewaltsamen Tod eines 51-jährigen Mannes aus Starnberg haben die Ermittler einen dritten Verdächtigen festgenommen. Wie Juliane Grotz, Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, mitteilte, handelt es sich dabei um einen 28-jährigen Polen. Die Festnahme erfolgte bereits vor zwei Wochen. Zunächst hatten der "Münchner Merkur" und die "tz" darüber berichtet. Bereits zuvor waren ein 50-jähriger Ukrainer und ein 37 Jahre alter Kasache in Untersuchungshaft gekommen.
Seit Mitte Juli vermisst
Der 51-jährige Deutsche war seit Mitte Juli verschwunden. Seine Lebensgefährtin hatte ihn in den frühen Morgenstunden des 16. Juli als vermisst gemeldet, nachdem er am Abend zuvor nicht wie üblich nach Hause zurückgekehrt war und jeder Kontakt zu ihm abgebrochen war.
Fahrzeug in Freimann entdeckt
Sein Wagen wurde später im Münchner Stadtteil Freimann auf einem Parkplatz bei der Motorworld München gefunden. Einige Tage danach entdeckten die Ermittler die Leiche des Mannes im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Nach dem Ergebnis der Obduktion starb er an den Folgen erheblicher Gewalteinwirkung.
Ermittler prüfen Habgier als Motiv
Nach Angaben der Ermittler könnten geschäftliche Verbindungen zwischen dem Opfer und dem 37-jährigen Tatverdächtigen eine Rolle gespielt haben. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit von Habgier als möglichem Tatmotiv aus. Auch der zweite Verdächtige soll Geschäftsmann sein. Zu dem nun festgenommenen dritten Beschuldigten machten die Behörden keine weiteren Angaben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber