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Tödliche Silvesterrakete: Jetzt steht ein Mann vor Gericht

Silvesterrakete, Wohnungsbrand, tote Seniorin: Erst fiel der Verdacht schnell – jetzt muss sich ein Mann vor Gericht verantworten.

14.10.2026, 03:30 Uhr

Mehr als zehn Monate nach dem tödlichen Wohnungsbrand in der Silvesternacht muss sich heute um 09.30 Uhr ein Mann vor dem Amtsgericht Würzburg verantworten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden ihm fahrlässige Tötung sowie fahrlässige Brandstiftung zur Last gelegt. Er soll eine Rakete abgefeuert haben, die auf dem Balkon der betroffenen Wohnung das Feuer auslöste.

Nach Auskunft eines Gerichtssprechers ist bislang nur ein Verhandlungstag angesetzt. Für diesen Termin wurden neun Zeugen geladen. Auf die Spur des 42-Jährigen kamen die Ermittler demnach durch Hinweise von Anwohnern und durch die Auswertung von Videoaufnahmen aus der Silvesternacht. Ihm wird vorgeworfen, den Feuerwerkskörper trotz eines gebrochenen Holzstabs unsachgemäß aus der Hand gezündet zu haben.

88-Jährige erlag Rauchvergiftung

Der Brand war in der Neujahrsnacht auf dem Balkon im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen und griff später auf die Wohnung über. Einsatzkräfte entdeckten die 88 Jahre alte Wohnungsinhaberin während der Löscharbeiten bewusstlos in den Räumen. Sie starb noch in derselben Nacht im Krankenhaus an den Folgen einer Rauchvergiftung.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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