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Stall-Inferno – Explosionen, Flucht!

Explosionen, tote Kühe, Güllefässer: Innerhalb von 45 Minuten brennen zwei Ställe – was steckt hinter dem Inferno?

13.08.2026, 00:27 Uhr

Beim Großbrand in zwei benachbarten Stallgebäuden in Ottershofen im Süden Baden-Württembergs sind insgesamt 13 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei beläuft sich der Sachschaden auf rund 2,5 Millionen Euro. Zwei Ställe sowie ein unbewohntes Wohnhaus brannten größtenteils ab.

Explosionen verletzen Feuerwehrleute und Helfer

Während der Löscharbeiten kam es zu einer heftigen Explosion, als in einem der brennenden Gebäude gelagerte Gasflaschen detonierten. Dabei erlitten elf Feuerwehrleute und ein Anwohner, der die Einsatzkräfte unterstützte, ein Knalltrauma. Ein weiterer Feuerwehrmann verletzte sich am Fuß.

Durch die Explosion wurden nicht nur mehrere Feuerwehrfahrzeuge beschädigt. Auch benachbarte Wohn- und Nutzgebäude in der Umgebung wurden teils erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Zwei Stallbrände binnen 45 Minuten

Das Feuer war am Mittwochabend in Ottershofen bei Grünkraut im Landkreis Ravensburg ausgebrochen. Zunächst stand ein Stall in Flammen, rund 45 Minuten später wurde ein weiterer Brand in etwa 100 Metern Entfernung gemeldet.

Im ersten Stall befanden sich nach Polizeiangaben keine Tiere. Im zweiten Stall kamen dagegen 22 Kühe und 4 Kälber in den Flammen ums Leben.

Technischer Defekt als Auslöser wahrscheinlich

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der erste Brand sehr wahrscheinlich durch einen technischen Defekt verursacht. Das zweite Stallgebäude geriet vermutlich durch starken Wind und Funkenflug in Brand. Die Brandermittler des Polizeireviers Ravensburg prüfen die Ursache weiter.

Rund 350 Einsatzkräfte vor Ort

Insgesamt waren rund 350 Einsatzkräfte im Einsatz. Sie konnten verhindern, dass die Flammen auf weitere bewohnte Häuser übergriffen. Anwohner mussten ihre Häuser vorsorglich verlassen und wurden zwischenzeitlich vom Rettungsdienst betreut. Im Laufe der Nacht konnten sie in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.

Landwirte unterstützten die Feuerwehr, indem sie zusätzliches Löschwasser in Güllefässern zu den Brandstellen transportierten. In der Nacht zog ein Bagger die Brandherde auseinander, damit die Feuerwehr letzte Glutnester besser erreichen konnte.

Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an, anschließend liefen noch Nachlöscharbeiten. Zwischenzeitlich war auch die Stromversorgung im Ort ausgefallen. Sie konnte nach Angaben der Einsatzkräfte am nächsten Vormittag wiederhergestellt werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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