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Schüsse nahe Schule in Türkei: Mindestens acht verletzt

Schüsse nahe einer Schule in der Türkei: Panische Eltern stürmen los – und sofort werden Erinnerungen an die letzte Bluttat wach.

22.09.2026, 09:19 Uhr

Ein bewaffneter Angreifer hat in der westtürkischen Provinz Manisa nahe einer berufsbildenden Schule das Feuer eröffnet. Nach Angaben von Justizminister Akin Gürlek wurden mindestens elf Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Der Vorfall ereignete sich im Bezirk Turgutlu auf dem Schulweg. Der mutmaßliche Täter wurde laut Provinzgouverneur festgenommen, die Ermittlungen laufen.

Wie Gürlek weiter mitteilte, nahm die Polizei inzwischen auch den Vater, die Mutter und den Großvater des Verdächtigen fest. Der Großvater soll die Tatwaffe genutzt haben. Nun werde untersucht, wie die Waffe in die Hände des mutmaßlichen Angreifers gelangen konnte und ob die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

Nach Informationen des Senders Halk TV handelt es sich bei dem mutmaßlichen Schützen um einen Jugendlichen. Das Motiv war zunächst unklar. Fernsehbilder zeigten mehrere Rettungswagen vor Ort, während besorgte Eltern zur Schule eilten. Das Bildungsministerium erklärte, der Unterricht werde für einen Tag ausgesetzt.

Der Fall weckt Erinnerungen an eine schwere Gewalttat an einer Schule im Südosten der Türkei im April. Damals erschoss ein 14-Jähriger neun Mitschüler und eine Lehrerin, bevor auch er starb. Nach Ermittlerangaben hatte er die Waffe seines Vaters benutzt. Die Eltern stehen seit Anfang September vor Gericht.

Zum Beginn des neuen Schuljahres in der Türkei in der vergangenen Woche waren die Sicherheitsvorkehrungen an Schulen bereits verschärft worden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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