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Schon wieder Zoff um Washingtons Pool

Trump wollte das Lincoln-Becken strahlend blau – nach 14 Millionen Dollar ist es grün, und jetzt blättert alles ab.

19.06.2026, 18:34 Uhr

Neuer Ärger um den Reflecting Pool in Washington

Beim berühmten Reflecting Pool in Washington gibt es offenbar schon kurz nach der teuren Sanierung neue Probleme. Nach Berichten mehrerer US-Medien hat sich Material im Becken gelöst. Demnach handelt es sich um die Farbschicht am Boden, mit der das Wasserbecken auf Wunsch von US-Präsident Donald Trump blau erscheinen sollte. Weshalb sich die Beschichtung ablöste, war zunächst nicht bekannt.

Für die Erneuerung der Anlage waren rund 14,2 Millionen US-Dollar investiert worden, umgerechnet etwa 12,4 Millionen Euro. Im Zuge der Arbeiten erhielt der Boden eine dunkelblaue Beschichtung, die Trump als „amerikanisches Flaggenblau“ beschrieben hatte.

Allerdings zeigte sich der gewünschte Effekt zunächst nicht. In den vergangenen Tagen war das Wasser wegen Algenbefalls grün geworden. Nach Angaben von ABC News gaben Mitarbeiter des National Park Service deshalb Wasserstoffperoxid in das Becken, um das Problem einzudämmen.

Der Reflecting Pool ist relativ flach, liegt in direkter Sonne und heizt sich in den Sommermonaten stark auf. Dadurch haben Algen dort leichtes Spiel. Schon nach einer früheren umfassenden Sanierung waren innerhalb weniger Wochen erneut Algen aufgetreten. Künftig soll ein neues System zur Wasseraufbereitung helfen, das Becken dauerhaft sauber zu halten.

Sanierung war auch politisch umstritten

Die jüngsten Bauarbeiten hatten bereits im Vorfeld politische Diskussionen ausgelöst. US-Medien berichteten, dass Aufträge ohne reguläre Ausschreibung an ausgewählte Firmen vergeben worden seien. Die Regierung verwies dabei auf den engen Zeitplan vor den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten.

Reflecting Pool am Lincoln Memorial
Die Arbeiten am Reflecting Pool werden wohl doch aufwendiger als gedacht. Quelle: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Der Reflecting Pool zählt zu den bekanntesten Orten der US-Hauptstadt. Das etwa 600 Meter lange Wasserbecken erstreckt sich zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument. Historische Bedeutung erhielt der Ort auch 1963, als Martin Luther King Jr. dort seine berühmte Rede „I Have a Dream“ hielt.

Die aktuellen Arbeiten sollten eigentlich rechtzeitig vor den Feiern zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit am 4. Juli abgeschlossen sein.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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