Drittes Kind nach Unfall bei Schulausflug in den Niederlanden gestorben
In der niederländischen Provinz Seeland ist ein Auto in eine Gruppe von Schülern auf Fahrrädern gefahren. Nach Angaben der Polizei kamen drei Kinder und ein Erwachsener ums Leben. Zunächst starben drei Menschen an den Folgen des Unfalls, ein weiteres schwer verletztes Kind erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Behörden sprachen von einem sehr heftigen Verkehrsunfall.
Der Unfall ereignete sich auf einer Bundesstraße bei Vogelwaarde im Westen des Landes. Dort waren 14 Schüler und zwei Begleitpersonen während eines Schulausflugs unterwegs. Vier Kinder wurden zunächst schwer verletzt. Nach Berichten des Senders NOS soll der Wagen in einer Kurve ins Schleudern geraten sein, dann geradeaus weitergefahren sein und die Gruppe auf dem Radweg erfasst haben. Wie es genau zu dem Unglück kam, wird weiter von der Polizei untersucht.
Grundschulkinder aus Axel betroffen
Die betroffenen Schüler stammten von einer Grundschule in Axel, teilte die Polizei mit. Gemeinsam mit ihren Begleitern waren sie auf dem Weg zu einer Schulfreizeit.
Am Unglücksort wurde ein 19 Jahre alter Mann festgenommen. Ob es sich bei ihm um den mutmaßlichen Fahrer handelt, sagten die Behörden zunächst nicht. Seine mögliche Beteiligung an dem Unfall wird untersucht.
Fotos vom Unfallort zeigen ein schwer beschädigtes Auto, das in einem Graben neben der Straße zum Stehen kam. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, darunter sieben Krankenwagen und drei Rettungshubschrauber. Die Verletzten wurden in Kliniken nach Gent, Antwerpen und Rotterdam gebracht.
Für die übrigen Teilnehmer des Ausflugs wurde Hilfe organisiert. Im Gemeindehaus von Vogelwaarde stand psychologische Betreuung bereit.
Unfallauto beschlagnahmt
Polizeisprecherin Mariska Bezemer sprach von einem einschneidenden und besonders traurigen Vorfall. Spezialisten untersuchen die genauen Umstände des Unglücks. Das beteiligte Auto wurde beschlagnahmt, zudem sichern Ermittler Spuren am Unfallort.
Zum Zustand der Verletzten machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben. Zeugen wurden aufgerufen, Beobachtungen zum Unfall oder auffällige Wahrnehmungen in der Umgebung oder im Ort zu melden.
Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten zeigte sich erschüttert. Ein Schulausflug, der für Kinder und Grundschulen eigentlich ein Höhepunkt sein sollte, habe sich in einen Albtraum verwandelt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion