Ein geplatzter Reifen an einem voll beladenen Sattelzug hat auf der Autobahn 8 in Schwaben mitten im Feierabendverkehr erhebliche Verkehrsbehinderungen verursacht. Nach Angaben der Polizei war der 41 Jahre alte Fahrer aus Litauen in Richtung Stuttgart unterwegs, als das Fahrzeug bei Jettingen-Scheppach im Landkreis Günzburg ins Schleudern geriet und gegen die mittlere Betonleitwand prallte.
Der Sattelzug kippte daraufhin um und blieb quer über alle drei Fahrstreifen liegen. Auch ein Teil der Ladung, darunter Eisenrohre, fiel auf die Fahrbahn.
Verletzt wurde niemand. Trümmerteile des Lastwagens und der beschädigten Betonwand wurden jedoch auf die Gegenfahrbahn in Richtung München geschleudert. Dadurch wurden mehrere Fahrzeuge beschädigt. Der entstandene Gesamtschaden wird laut Polizei auf mehr als 100.000 Euro geschätzt.
Staus an einem „Nadelöhr“
Die Autobahn musste zunächst in beiden Richtungen komplett gesperrt werden. Später konnte der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Wegen des dichten Berufsverkehrs bildeten sich dennoch kilometerlange Staus. Auch die Umleitungsstrecken waren nach Polizeiangaben komplett überlastet. Die Beamten sprachen von einem „Nadelöhr“.
Die Reinigung der Unfallstelle und die Bergung des Sattelzugs könnten sich nach Einschätzung der Polizei bis in die Nacht hinziehen. Dafür waren spezielle Bergungsfahrzeuge nötig. Zudem liefen Betriebsstoffe aus dem Lastwagen aus. Die beschädigte Betonwand zwischen den Fahrbahnen muss ebenfalls abgesichert werden, weil durch die Wucht des Aufpralls Teile herausgebrochen wurden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion