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Polizei beschlagnahmt 1,7 Tonnen Lachgas

Seit Mitte April ist der Verkauf von größeren Mengen Lachgas untersagt. Allein deshalb ist die jetzt in einem Münchner Gastrobetrieb entdeckte Menge auffällig.

22.04.2026, 13:04 Uhr

In einer Münchner Gaststätte hat die Polizei rund 1,7 Tonnen Lachgas beschlagnahmt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums handelte es sich dabei um knapp 900 Kartuschen mit jeweils zwei Kilogramm Inhalt. Der 43-jährige Betreiber des Lokals wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) ermittelt. Inzwischen ist er wieder auf freiem Fuß.

Lachgas wird eigentlich in der Medizin als Narkosemittel verwendet. Seit einigen Jahren ist es jedoch auch als Partydroge verbreitet, insbesondere unter Jugendlichen. Dafür wird das Gas meist in Ballons gefüllt und anschließend eingeatmet.

Neue Regeln seit Mitte April

Seit dem 12. April gelten strengere Vorschriften für den Verkauf von Lachgas. Nach dem NpSG ist der Vertrieb über das Internet oder Automaten nicht mehr erlaubt. Zudem dürfen nur noch kleine Mengen verkauft werden: Pro Käufer sind maximal zehn Kartuschen mit je 8,4 Gramm zulässig. An Minderjährige darf Lachgas grundsätzlich nicht abgegeben werden. Mit der Gesetzesänderung soll vor allem der Schutz junger Menschen verbessert werden.

Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen

Wer Lachgas in unzulässig großen Kartuschen verkauft, muss mit einer Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Haft rechnen. Erfolgt der Verkauf gewerbsmäßig oder an Personen unter 18 Jahren, kann das Strafmaß laut Polizei sogar auf bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe steigen.

Die Münchner Polizei warnte zudem ausdrücklich vor den Risiken des Konsums. Zwar könne Lachgas kurzfristig einen berauschenden und euphorisierenden Effekt haben, zugleich drohten jedoch erhebliche Gesundheitsgefahren. Genannt wurden unter anderem Schwindel, Ohnmacht, dauerhafte Nervenschäden bis hin zu Lähmungen sowie im schlimmsten Fall der Tod.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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