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Papst Leo XIII. hatte einen Asteroiden?

Ein Asteroid trägt jetzt den Nachnamen des Papst-Namensvetters – dieselbe seltene Ehre bekam schon ein Deutscher.

29.04.2026, 14:02 Uhr

Asteroid trägt nun den Namen von Papst Leo XIII.

Ein Asteroid im Sonnensystem ist nach dem früheren Papst Leo XIII. benannt worden. Wie der Vatikan mitteilte, kreist der Himmelskörper künftig unter der Bezeichnung (858334) Gioacchinopecci um die Sonne. Gioacchino Pecci war der Geburtsname des italienischen Pontifex Leo XIII. (1810–1903), der als Verfasser der ersten Sozialenzyklika der katholischen Kirche in die Geschichte einging und bis heute als „Arbeiterpapst“ gilt. Auf dieses Erbe hatte zuletzt auch Papst Leo XIV. hingewiesen, der als Robert Francis Prevost geboren wurde und der erste Papst aus den USA ist.

Nach Angaben des Vatikans gehört auch die Neugründung der Vatikanischen Sternwarte zu den bleibenden Leistungen von Leo XIII. Auf Aufnahmen aus dem frühen 20. Jahrhundert sind die Kuppeln der Teleskope noch auf den Mauern des Kirchenstaats zu sehen. Entdeckt wurde der nun umbenannte Asteroid vom litauischen Astronomen Kazimieras Černis gemeinsam mit Pater Richard P. Boyle von der Vatikanischen Sternwarte.

Leo XIII. ist damit nicht der einzige Papst, dessen Name im All verewigt wurde. So gibt es bereits den Kleinplaneten (8661) Ratzinger, benannt nach Papst Benedikt XVI. Der Himmelskörper war 1990 an der Thüringer Landessternwarte entdeckt worden und trug zunächst die vorläufige Bezeichnung 1990 TA13. Auch Papst Gregor XIII. (1502–1585), der den Gregorianischen Kalender einführte, ist Namensgeber eines Asteroiden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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