91-Jährige in Nürnberg durch Schockanruf um 100.000 Euro betrogen
In Nürnberg ist eine 91 Jahre alte Frau Opfer von Telefonbetrügern geworden und hat dabei 100.000 Euro verloren. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken meldete sich bei der Seniorin ein Mann, der sich als Arzt ausgab. Er behauptete, ihr Sohn sei lebensgefährlich erkrankt und benötige dringend kostspielige Medikamente.
Später erschien ein junger Mann an der Haustür der Frau, stellte sich als Bote vor und nahm das Geld entgegen. Anschließend flüchtete er unerkannt mit der Beute.
Wie die Polizei mitteilte, werden Schockanrufe und ähnliche Betrugsversuche in Mittelfranken fast täglich gemeldet. Nicht in allen Fällen komme es jedoch tatsächlich zu einem Vermögensschaden, sagte Sprecher Marc Siegl. Zugleich gehen die Ermittler von vielen nicht gemeldeten Fällen aus.
Laut Polizei passen Betrüger ihre Maschen ständig an. Besonders verbreitet seien derzeit sogenannte Schockanrufe, bei denen Betroffene mit dramatischen Nachrichten unter Druck gesetzt werden. Häufig richten sich die Täter gezielt an ältere Menschen und geben sich etwa als Polizisten, Ärzte, Bankangestellte oder Angehörige aus. Die Polizei rät deshalb zu besonderer Vorsicht und empfiehlt, bei Zweifeln das Gespräch sofort zu beenden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber