Zahl der Todesopfer in Nepal steigt auf mehr als 1.100
Eine Woche nach der schweren Sturzflut im Himalaya ist die Zahl der Todesopfer in Nepal auf 1.127 gestiegen. Wie die nepalesische Polizei am Mittwochmorgen (Ortszeit) mitteilte, konnten von den bislang geborgenen Toten erst 95 an ihre Angehörigen übergeben werden. Auf chinesischer Seite in Tibet waren zuletzt 16 Todesopfer gemeldet worden.
Das volle Ausmaß der Katastrophe ist weiterhin nicht absehbar. Als Ursache der Flut gilt der Abbruch großer Mengen von Gletschereis und Fels im Himalaya. Bereits am Dienstag war die Zahl der Toten allein in Nepal auf über 1.000 gestiegen. Zudem gelten dort mehr als 4.600 Menschen als vermisst.
Viele der geborgenen Opfer konnten bislang nicht identifiziert werden. Nach Angaben der Behörden werden häufig nur Knochenreste oder einzelne Leichenteile gefunden. Dennoch könnten sämtliche geborgenen sterblichen Überreste mithilfe von DNA-Analysen identifiziert werden. Dies könnte den betroffenen Familien später bei den Bestattungsriten helfen.
WHO warnt vor Ausbruch von Krankheiten
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte unterdessen vor einer erhöhten Seuchengefahr in den betroffenen Regionen. Viele Menschen leben nach der Katastrophe auf engem Raum, hinzu kommen Überschwemmungen und stehendes Wasser. Dadurch steigt das Risiko, dass sich ansteckende Krankheiten verbreiten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber