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Nach 19 Jahren: Polizei gräbt nach Vermisster

Seit 2007 fehlt Kerstin Lee Langley spurlos – jetzt verfolgen Ermittler brisante neue Hinweise. Führt diese Spur zur Wahrheit?

08.10.2026, 13:13 Uhr

Neue Grabungen in der Oberpfalz im Fall Kerstin Lee Langley

Im Fall der seit 2007 vermissten Kerstin Lee Langley hat die Polizei in der Oberpfalz neue Suchmaßnahmen gestartet. Anlass sind frische Hinweise, die auf ein Wiesen- und Waldstück als möglichen Ablageort der Vermissten hindeuten. Der Einsatz findet nach Angaben der Ermittler in der Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz statt, unweit des dortigen Flugplatzes.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurde dort bis zum Nachmittag gegraben. Gefunden wurde bislang jedoch nichts. Die Suche soll am Freitag fortgesetzt werden.

Frühere Suche nach Hinweis aus TV-Sendung

Bereits im Jahr 2024 hatten Ermittler bei der Suche nach möglichen sterblichen Überresten ein Gebiet im Paintner Forst westlich von Regensburg abgesucht. Hintergrund war damals ein Hinweis, der nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ eingegangen war.

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz erklärte, stammte dieser Hinweis von einem Mann aus Nordrhein-Westfalen, der sich selbst als „Seher“ bezeichnete. Er hatte per E-Mail Angaben zu einem möglichen Fundort der Leiche gemacht. Da der Vermisstenfall seit vielen Jahren ungelöst ist und es kaum andere Spuren gab, entschied sich die Polizei, auch diesem Hinweis nachzugehen.

An der damaligen Suchaktion waren rund 40 Einsatzkräfte beteiligt. Gefunden wurden jedoch lediglich Überreste, die nach Einschätzung der Ermittler sehr wahrscheinlich von einem Tier stammten.

10.000 Euro für entscheidende Hinweise

Kerstin Lee Langley war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 39 Jahre alt. Ihr Bruder hatte sie im Sommer 2007 als vermisst gemeldet. Nach Angaben der Ermittler sagte ihr damaliger Lebensgefährte, die Frau habe sich von ihm getrennt und sei mit einem alten Freund in einem dunklen Wagen mit Deggendorfer Kennzeichen weggefahren.

Diesen angeblichen alten Freund konnte die Polizei bislang nicht ermitteln. Auch ein konkreter Verdacht gegen den Lebensgefährten, zu dem Langley einige Zeit zuvor nach Regensburg gezogen war, ließ sich bisher nicht bestätigen.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, hat das Bayerische Landeskriminalamt eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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