Vier mutmaßliche Autodiebe festgenommen
Ermittler haben vier Verdächtige ausgehoben, die einer international tätigen Bande von Autodieben angehören sollen. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft werden der Gruppe 43 Fahrzeugdiebstähle in Bayern und Baden-Württemberg zugerechnet. Der entstandene Schaden beläuft sich demnach auf etwa 1,5 Millionen Euro.
Bei Razzien in Tschechien und Polen entdeckten die Behörden unter anderem Spezialgeräte, die für Diebstähle von Fahrzeugen mit Keyless-Go-System eingesetzt worden sein sollen.
Am Dienstag nahmen Ermittler im Raum Prag einen 24-jährigen Ukrainer fest, der als mutmaßlicher Drahtzieher gilt. Zeitgleich wurde in Polen ein 27 Jahre alter Ukrainer gefasst, der nach bisherigen Erkenntnissen die Logistik der Gruppe organisiert haben soll. Ebenfalls am Dienstag klickten in Mailand bei einem weiteren Ukrainer die Handschellen, nachdem italienische Spezialeinheiten zugriffen.
Am Mittwoch folgte die Festnahme eines weiteren Verdächtigen im Alter von 34 oder 35 Jahren am Flughafen in Prag.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll die Bande von Tschechien und Polen aus operiert haben. Ihr werden 20 Taten in Baden-Württemberg und 23 in Bayern vorgeworfen. Die gestohlenen hochwertigen Autos mit schlüssellosem Zugangssystem sollen anschließend nach Polen gebracht worden sein.
Die Untersuchungen laufen bereits seit 2024. Beteiligt sind deutsche, tschechische und polnische Behörden sowie Europol und Eurojust.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber