Zwei mutmaßliche Telefonbetrüger sollen bundesweit Geld, Schmuck und weitere Wertgegenstände im Gesamtwert von rund einer halben Million Euro von ihren Opfern übernommen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Regensburg stehen die beiden Männer im Verdacht, als Mitglieder einer Bande bei insgesamt 17 Betrugsfällen als Abholer eingesetzt worden zu sein.
Die Tätergruppe soll vor allem ältere Menschen angerufen und ihnen vorgetäuscht haben, ein naher Angehöriger habe einen tödlichen Unfall verursacht. Um eine Untersuchungshaft abzuwenden, sollten die Betroffenen demnach eine Kaution zahlen. Anschließend sollen die beiden Beschuldigten Bargeld und Schmuck bei den Opfern abgeholt haben. Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, gehören zu solchen Betrugsbanden neben den Abholern auch weitere Beteiligte, die die Täuschungsanrufe übernehmen.
Bei Übergabe festgenommen
Den Ermittlern fiel der Fall auf, nachdem eine 65 Jahre alte Frau im August 2025 in Geiselhöring im Landkreis Straubing-Bogen den Betrugsversuch durchschaute und die Polizei verständigte. Bei der vereinbarten Übergabe wurden die beiden Männer festgenommen. Seitdem befinden sie sich laut Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.
Durch die Auswertung von GPS-Daten und Mobiltelefonen konnten die Staatsanwaltschaft Regensburg und die Kriminalpolizeiinspektion für Zentralaufgaben Niederbayern die Beschuldigten mit 16 weiteren Taten in Verbindung bringen. Im März erhob die Staatsanwaltschaft Anklage wegen versuchten beziehungsweise vollendeten gewerbsmäßigen Bandenbetrugs.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion