Explosion in Monaco: Fahndung nach 39-jähriger Ukrainerin aus Deutschland ausgeweitet
Nach der schweren Explosion in Monaco, bei der drei Menschen schwer verletzt wurden, suchen die Ermittler nach einer Ukrainerin, die in Deutschland gelebt haben soll. Wie Morgan Raymon von der Staatsanwaltschaft in Monaco mitteilte, handelt es sich bei der gesuchten Person entgegen früheren Annahmen um eine Frau und nicht um einen Mann.
Die Verdächtige ist nach Angaben der Behörden 39 Jahre alt und soll sich als Mann verkleidet haben. Gegen sie wurde ein internationaler Haftbefehl erlassen. Nach ersten Erkenntnissen der monegassischen Ermittler ergaben sich zudem Bezüge nach Hessen.
Wie das Landeskriminalamt Hessen mitteilte, wurde am Donnerstag im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens eine von der Ukrainerin angemietete Wohnung im Main-Taunus-Kreis durchsucht. Außerdem wurde ein von ihr genutztes Fahrzeug durchsucht und sichergestellt. Dabei sichergestellte Beweismittel wurden an die Behörden in Monaco übergeben.
Die Frau steht im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Nach Angaben des LKA befindet sie sich weiterhin auf der Flucht.
Die Explosion ereignete sich am Montagabend am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco. Zuvor soll dort eine Person ein Paket abgelegt haben und anschließend geflohen sein. Die Justiz ermittelt wegen versuchter Tötung sowie eines Sprengstoffdelikts.
Nach Einschätzung der Ermittler handelte die Frau vermutlich nicht allein. Zwischenzeitlich wurden zwei Männer festgenommen, später jedoch wieder freigelassen, da sie offenbar nicht aktiv an der Tat beteiligt waren.
Offizielle Angaben zur Identität der Verletzten machte die Staatsanwaltschaft bislang nicht. Medien in Monaco, Frankreich und der Ukraine berichten jedoch, dass es sich um einen ukrainischen Oligarchen, dessen Ehefrau und den Sohn des Paares handeln könnte.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber