Fußball

Lehmann zweifelt: Reicht Urbig für Bayern wirklich?

Neuer-Erbe beim FC Bayern? Ausgerechnet zwei Torwart-Legenden zweifeln offen an Jonas Urbigs Weg zur Nummer eins.

16.10.2026, 07:48 Uhr

Der frühere Nationaltorhüter Jens Lehmann zweifelt daran, dass Jonas Urbig langfristig zur festen Nummer eins beim FC Bayern München aufsteigen wird. In der Sky-Sendung „Triple – der Hagedorn-Fussballtalk“ erklärte Lehmann, Urbig sei zwar ein außergewöhnlich großes Talent, doch sein junges Alter spreche aus seiner Sicht gegen eine dauerhafte Lösung als Stammtorwart in München.

Lehmann betonte zudem, wie schwierig der Weg zur Nummer eins sein könne, wenn ein junger Keeper zunächst nur im Schatten eines Weltklasse-Torhüters heranwachse. Solange hinter ihm noch ein erfahrener Schlussmann stehe, könne sich Urbig zwar entwickeln, die eigentliche Bewährungsprobe beginne aber erst dann, wenn er regelmäßig in jedem Spiel gefordert sei. Auch zusätzlicher Konkurrenzkampf durch einen weiteren Neuzugang könne die Situation noch einmal deutlich verändern.

Auch Oliver Kahn bleibt zurückhaltend

Nicht nur Lehmann äußerte Zweifel. Auch Oliver Kahn sieht die Lage vorsichtig. Der frühere Bayern-Keeper erklärte, dass die Rolle als Nummer eins beim Rekordmeister mit voller Verantwortung verbunden sei – insbesondere dann, wenn Manuel Neuer nicht mehr da sei. Erst in einer solchen Konstellation werde sich zeigen, ob Urbig tatsächlich das Niveau für diese Aufgabe habe.

Kahn hob allerdings hervor, dass Urbig bereits solide Leistungen gezeigt habe und zweifellos über großes Potenzial verfüge.

Debüt in München und im Nationalteam

Urbig steht seit Januar 2025 beim FC Bayern unter Vertrag und kam zuletzt auf mehr Einsatzzeit. Außerdem feierte er vor Kurzem unter Jürgen Klopp sein Debüt in der Nationalmannschaft.

Trotzdem sieht Lehmann auch dort noch keinen schnellen Durchbruch zur ersten Wahl. Seiner Einschätzung nach werde Urbig den Weg zur Nummer eins im DFB-Team nicht sofort schaffen, sondern zunächst noch einen Zwischenschritt machen müssen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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