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Immer mehr Tote nach Zugunglück in Indonesien

Dichter Rauch, panische Schreie, Dutzende Verletzte und mindestens 14 Tote: Nach dem verheerenden Zugunglück nahe Jakarta schildern Überlebende Szenen des blanken Horrors. Was führte zu dieser Katastrophe?

28.04.2026, 05:51 Uhr

Nach Zugkatastrophe in Bekasi steigt Zahl der Toten auf 15

Nach dem schweren Zugunglück in Bekasi in Indonesien ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Bis zum Morgen Ortszeit seien 15 Leichen geborgen worden, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Mehr als 80 weitere Menschen wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht.

Nach Angaben einer Sprecherin der staatlichen Bahngesellschaft KAI handelt es sich bei allen Todesopfern um Frauen. Der besonders stark beschädigte Wagen war demnach ein sogenannter Frauenwaggon. Solche Abteile sind in Pendlerzügen im Großraum Jakarta üblich und sollen weiblichen Fahrgästen vor allem zu Stoßzeiten eine sicherere und angenehmere Fahrt ermöglichen.

Mehrere Passagiere waren noch viele Stunden nach dem Unglück in den Trümmern eingeschlossen. Einige von ihnen waren laut KAI während der gesamten Zeit bei Bewusstsein und konnten mit den Rettungskräften sprechen. Die Einsatzteams arbeiteten mit schwerem Gerät und Schneidwerkzeugen, um Eingeschlossene zu befreien.

Wie kam es zu dem Unglück?

Auslöser des Unglücks war den Angaben zufolge ein Zusammenstoß eines Pendlerzuges mit einem Taxi an einem Bahnübergang am Montagabend. Ein weiterer Zug auf derselben Strecke musste daraufhin bremsen und stehen bleiben. Kurz darauf fuhr ein Fernzug auf der Verbindung zwischen Jakarta und Surabaya in das Heck des haltenden Zuges. Dabei wurde der hintere Waggon aufgerissen.

Mohammad Syafii, Leiter der nationalen Such- und Rettungsbehörde, sprach von äußerst schwierigen Bergungsarbeiten. Die Lokomotive und ein Waggon seien praktisch ineinander verschmolzen, sagte er auf einer Pressekonferenz.

Überlebender schildert dramatische Szenen

Ein Fahrgast berichtete im lokalen Fernsehen von einem explosionsartigen Knall. „Es klang wie eine Bombe“, sagte der Passagier. Danach habe dichter Rauch den Zug erfüllt, während viele Reisende in Panik versuchten, sich in Sicherheit zu bringen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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