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Feuer bei Paris – jetzt kämpfen Löschflieger

Inferno bei Paris: 800 Hektar verbrannt, Menschen fliehen – warum der Brand von Fontainebleau immer dramatischer wird

13.07.2026, 10:36 Uhr

Im Wald von Fontainebleau südlich von Paris kämpfen rund 400 Feuerwehrkräfte weiter gegen einen schweren Waldbrand. Nach Angaben der Einsatzkräfte war das Feuer am späten Sonntagnachmittag nahe einer Autobahn ausgebrochen. Inzwischen wurden rund 800 Hektar Wald zerstört, und die Flammen breiten sich weiter aus.

Am Montagmorgen wurden zwei Löschflugzeuge eingesetzt, die Wasser aus der Seine aufnehmen, wie das Département Seine-et-Marne mitteilte. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez sagte bei einem Besuch vor Ort, der Brand könnte absichtlich gelegt worden sein. Darauf deute hin, dass es auf engem Raum von nur etwa 1.000 Metern mehrere Brandherde gegeben habe. Die Gendarmerie ermittelt inzwischen wegen des Verdachts auf Brandstiftung.

Der Wald von Fontainebleau mit dem berühmten Schloss zählt zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten in Westeuropa.

Mehr als 1.000 Anwohner und Urlauber mussten nach Angaben des Bürgermeisters von Le Vaudoué in Sicherheit gebracht werden. Gegenüber BFMTV sprach er von einer schnell vorrückenden „Flammenwand“, die bereits die ersten Häuser am Rand des Ortes erreiche. Regierungssprecherin Maud Bregeon bezeichnete die Lage als außergewöhnlich. Der Staat mobilisiere sämtliche verfügbaren Mittel zur Brandbekämpfung. Solche Waldbrände seien in der Nordhälfte Frankreichs bislang eher untypisch gewesen.

Flammen blockieren Züge und Autobahn

Mitten in der Ferienzeit sorgt das Feuer auch für erhebliche Störungen im Verkehr. Die wichtige Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris über Lyon in den Süden war betroffen, teilte die Staatsbahn SNCF mit. Die Löscharbeiten entlang der Trasse seien beendet, nun überprüften Techniker die Bahnanlagen. Ab dem Nachmittag sollten die TGV-Verbindungen wieder regulär verkehren. Die Autobahn A6 blieb auf einem Teilstück weiterhin gesperrt.

Auch in anderen Regionen Frankreichs musste die Feuerwehr zuletzt wiederholt zu Vegetationsbränden ausrücken. Verantwortlich ist unter anderem die inzwischen dritte Hitzewelle des Jahres, die extreme Trockenheit und hohe Temperaturen mit sich bringt. Für 37 Départements rief der staatliche Wetterdienst Météo-France zu Wochenbeginn die höchste Hitzewarnstufe Rot aus.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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