Ebola-Ausbruch im Kongo weitet sich aus
In der Demokratischen Republik Kongo nimmt die Zahl der Ebola-Fälle weiter zu. Nach Angaben der Regierung wurden seit Beginn des Ausbruchs 867 Verdachtsfälle registriert. 204 Menschen sind demnach bereits gestorben. Damit liegen die Zahlen um mehr als 100 Infektionen und über 30 Todesfälle höher als noch einen Tag zuvor.
Laboruntersuchungen haben bislang 91 Ebola-Infektionen bestätigt, darunter zehn tödliche Verläufe. Die Weltgesundheitsorganisation geht jedoch davon aus, dass das wahre Ausmaß größer ist. Der Ausbruch sei über Wochen unentdeckt geblieben, zudem würden offenbar nicht alle Fälle erfasst.
Auch im Nachbarstaat Uganda wurden inzwischen fünf bestätigte Infektionen gemeldet, die mit dem Geschehen im Osten des Kongos in Verbindung stehen. Angaben zu Verdachtsfällen macht Uganda bislang nicht.
Seltener Virus-Typ erschwert den Kampf gegen die Krankheit
Ebola ist eine schwere und hochgefährliche Infektionskrankheit. Übertragen wird das Virus durch engen Körperkontakt sowie durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Bei der großen Ebola-Epidemie in Westafrika starben 2014 und 2015 mehr als 11.000 Menschen.
Nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC nahm der aktuelle Ausbruch seinen Anfang in der nordöstlichen Provinz Ituri an den Grenzen zu Uganda und zum Südsudan. Besonders problematisch ist, dass es sich um den seltenen Bundibugyo-Typ des Ebolavirus handelt. Gegen diese Variante gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine gezielte Behandlung.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion