Ein 33-jähriger Heilerziehungspfleger muss sich ab dem 7. Dezember vor dem Landgericht Bayreuth verantworten. Ihm wird vorgeworfen, in insgesamt 24 Fällen behinderte Menschen, darunter auch Kinder, sexuell missbraucht zu haben. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin sind bis Anfang Januar 2027 fünf Verhandlungstage geplant. Zudem sollen acht Zeugen und ein Sachverständiger angehört werden.
Die Anklage umfasst neben sexuellem Missbrauch von Kindern sowie von kranken und hilfsbedürftigen Personen auch die Herstellung und den Besitz kinderpornographischer Inhalte. Hinzu kommen Vorwürfe wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen.
Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann in drei Einrichtungen in Oberfranken die unbekleideten Intimbereiche der Betroffenen fotografiert haben, um damit seine sexuellen Fantasien zu befriedigen. In mehreren Fällen soll es zudem zu Berührungen der Pflegebedürftigen gekommen sein. Die 24 mutmaßlichen Opfer seien aufgrund schwerer körperlicher und geistiger Beeinträchtigungen nicht in der Lage gewesen, die Taten als Straftaten zu erkennen oder zu verstehen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber