Bei dem Unfall eines Amazon-Frachtflugzeugs am Flughafen Miami im US-Bundesstaat Florida sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere Verletzte wurden nach Angaben von Behördenvertretern und der Polizei in Krankenhäuser gebracht.
Die Maschine war am Sonntagnachmittag (Ortszeit) nach der Landung am Miami International Airport über die Landebahn hinausgeschossen und anschließend in Brand geraten. Nach Angaben der Feuerwehr rammte das Flugzeug dabei mehrere Fahrzeuge. Eine Person war demnach unter einem Fahrzeug eingeklemmt.
Wer unter den Todesopfern ist, blieb zunächst unklar. Die Behörden machten zunächst keine genaueren Angaben dazu, ob Besatzungsmitglieder an Bord oder Menschen am Boden ums Leben kamen. Auch zu den Verletzten lagen vorerst keine detaillierten Informationen vor.
Wie die US-Luftfahrtbehörde FAA auf der Plattform X mitteilte, handelte es sich um eine Boeing 767-300. Das Frachtflugzeug war vom Luis Muñoz Marín International Airport in San Juan auf Puerto Rico gestartet.
Region bei Touristen beliebt
Wegen des Unglücks wurde der Flugbetrieb in Miami vorübergehend eingestellt, wie der Flughafen über X mitteilte. Später hieß es, dass wieder eine Startbahn geöffnet worden sei. Passagiere wurden zugleich aufgefordert, sich bei ihrer jeweiligen Fluggesellschaft über mögliche Auswirkungen zu informieren.
Miami zählt zu den großen Verkehrsflughäfen in den USA, die Region im Süden Floridas ist zudem ein besonders beliebtes Reiseziel. An diesem Wochenende sind in den Vereinigten Staaten wegen eines Feiertags am Montag außerdem viele Menschen unterwegs.
Die Maschine war im Auftrag des Onlinehändlers Amazon unterwegs. Eine Amazon-Sprecherin erklärte auf X, beim Landeversuch habe es einen Zwischenfall gegeben. Das Unternehmen arbeite eng mit den Behörden zusammen, um zu klären, was genau passiert sei. Zugleich zeigte sich Amazon tief erschüttert darüber, dass fünf Menschen ums Leben gekommen sind.
Amazon verfügt über eine eigene Frachtfluggesellschaft, um Pakete schneller über lange Strecken zu transportieren. Der betroffene Flug wurde laut Amazon jedoch von einer Partnerairline durchgeführt. Ob das Flugzeug beladen war, blieb zunächst offen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber