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Drama im Grand Canyon: Toter, Vermisste in Sturzflut

Drama im Grand Canyon: Eine plötzliche Sturzflut überrascht Besucher – mehrere Wanderer sind spurlos verschwunden.

31.08.2026, 09:11 Uhr

Sturzflut im Grand Canyon: Mehrere Tote, weitere Menschen vermisst

Nach der heftigen Sturzflut im Grand-Canyon-Nationalpark im US-Bundesstaat Arizona sind inzwischen mehrere Todesopfer bestätigt. Weitere Menschen werden weiterhin vermisst. Der Nationalpark teilte auf der Plattform X mit, dass bei Suchaktionen zwei Leichen geborgen wurden. Zunächst blieb allerdings unklar, ob es sich dabei um die bisherige Gesamtzahl der Todesopfer handelt. Bereits am Sonntag war die Leiche eines 46-jährigen Mannes gefunden worden.

Die zuständige US-Behörde bittet weiter um Mithilfe bei der Suche nach Wanderern und Besuchern, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem betroffenen Teil des Parks aufgehalten haben.

Besonders schwer getroffen wurden nach Behördenangaben die bei Touristen beliebten Gebiete Phantom Ranch und Bright Angel Canyon. Beide liegen tief im Inneren des Grand Canyon nahe dem Colorado River. US-Medien berichten, dass die Flut dort Campingplätze und Wanderwege stark beschädigt hat.

Der National Park Service (NPS) teilte außerdem mit, dass fast alle Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek zerstört worden seien. Fotos und Videoaufnahmen zeigen ein verwüstetes, von Schlamm bedecktes Gelände rund um die Phantom Ranch.

Warnung vor weiteren Sturzfluten

Die Leiche des 46-Jährigen wurde laut NPS am Sonntagabend am Colorado River nahe Crystal Rapids geborgen. Weitere Einzelheiten nannten die Behörden zunächst nicht. In einem früheren Beitrag in sozialen Netzwerken hatte der Parkdienst mitgeteilt, dass mehr als 20 Menschen als vermisst oder nicht erreichbar galten.

Bis Sonntagmorgen seien 62 Menschen aus der Phantom Ranch und vom unteren Abschnitt des North Kaibab Trail in Sicherheit gebracht worden. Weitere Evakuierungen seien geplant. Hinweise auf Verletzte gab es zunächst nicht. Die von der Flut betroffenen Parkbereiche bleiben vorerst geschlossen.

Nach Angaben des Parks wurden durch die Wassermassen auch Wasserleitungen beschädigt. Zugleich warnten die Behörden für Montag vor Gewittern und starkem Regen, die erneut Sturzfluten auslösen könnten.

Der Grand-Canyon-Nationalpark zählt jedes Jahr Millionen Besucher und ist weltweit für seine spektakuläre Schluchtenlandschaft bekannt. Die meisten Touristen halten sich am stärker frequentierten Südrand auf.

Wegen der beschädigten Wasserleitung gelten dort ab Montag strenge Sparmaßnahmen beim Wasserverbrauch. Nach Angaben des Parks sind deshalb Übernachtungen in Hotels nicht überall möglich. Auch mehrere Campingplätze und Wanderwege bleiben vorerst gesperrt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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