Jinny Lu ist zum "hässlichsten Hund der Welt" gekürt worden
Mit schief heraushängender Zunge, hervorstehenden Augen und vielen Gesichtsfalten hat die Mops-Hündin Jinny Lu den Titel "World’s Ugliest Dog" gewonnen. Der traditionsreiche Wettbewerb fand in Santa Rosa im Norden Kaliforniens statt. Für Besitzerin Michelle Grady gab es ein Preisgeld von 5.000 Dollar.
Jinny Lu war einst von Tierschützern in Südkorea gerettet und später in die USA gebracht worden. Bereits im vergangenen Jahr hatte sie bei dem Wettbewerb den zweiten Platz belegt.
Pinky und Otto auf den weiteren Plätzen
Den zweiten Rang erreichte diesmal Pinky, ein zehn Jahre alter Mischling aus Chihuahua und Zwergspitz. Der Albino-Hund fiel mit riesigen rosafarbenen Ohren, einer pinken Nase und wässrig-blauen Augen auf. Früher litt Pinky im Tierheim an einer Hautkrankheit. Bei seiner ersten Teilnahme gewann er direkt 3.000 Dollar.
Auf Platz drei landete der erst zweijährige Chihuahua-Mischling Otto aus dem US-Bundesstaat Oklahoma. Er wurde mit einer beidseitigen Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren. Sein schiefes Grinsen überzeugte offenbar die Jury und brachte ihm 2.000 Dollar ein.
Schräge Kandidaten aus verschiedenen Ländern
Zum Teilnehmerfeld gehörten außerdem mehrere auffällige Hunde, darunter eine Französische Bulldogge mit starkem Unterbiss, ein Chinesischer Schopfhund mit schiefer Zunge und deformierten Hinterbeinen, ein fast haarloser Dackelmischling sowie die aus Polen angereiste Hündin Klara mit struppigem Fell und schief gehaltenem Kopf.

Quelle: Noah Berger/AP/dpa
Für eine Chance auf einen Spitzenplatz mussten die Hunde auf einer Bühne vor applaudierender Kulisse auftreten. Die Jury bewertete dabei nicht nur das Aussehen, sondern auch Charakter und Wirkung auf das Publikum.
Reise nach New York als Extra-Preis
Für Siegerin Jinny Lu endet der Erfolg nicht mit dem Preisgeld. Zusätzlich werden Hund und Halterin zu einem Flug nach New York eingeladen. Dort soll der Champion in der NBC-Morgensendung vorgestellt werden.
Die Veranstalter betonen seit Jahren, dass es bei dem Wettbewerb nicht darum gehe, die Tiere lächerlich zu machen. Vielmehr solle gezeigt werden, dass gerade ungewöhnlich aussehende Hunde liebenswert und schön auf ihre eigene Weise sind. Viele der teilnehmenden Tiere stammen aus dem Tierschutz. Die Veranstaltung will deshalb auch dazu ermutigen, geretteten und ausgesetzten Hunden ein neues Zuhause zu geben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber