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Beute aus Asservatenkammer? Polizistin gesteht

Sechsmal soll sie zugelangt haben – und dabei fast 200.000 Euro aus dem Polizeisafe verschwinden lassen.

23.06.2026, 16:49 Uhr

Ex-Polizeiangestellte gesteht Diebstahl aus Asservatenkammer

Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth hat eine frühere Mitarbeiterin der Polizei zugegeben, sich wiederholt Geld aus der Asservatenkammer des Polizeipräsidiums Mittelfranken genommen zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft beläuft sich die Summe auf nahezu 200.000 Euro. Das Bargeld stammte aus sichergestellten Beständen aus Drogenhandel, Menschenhandel und Geldwäsche.

In einer von ihrem Verteidiger verlesenen Erklärung erklärte die Frau, sie könne selbst nicht mehr genau sagen, wie viel Geld sie insgesamt aus dem Tresor entnommen habe. Aufgedeckt wurde der Fall, als die sichergestellten Gelder an die Staatsanwaltschaft übergeben werden sollten und plötzlich fehlten.

Seit September in Untersuchungshaft

Die Angeklagte sitzt seit September in U-Haft. Gegen sie wird wegen Diebstahls und Geldwäsche verhandelt. Mitangeklagt ist auch ihr damaliger Lebensgefährte. Ihm wird vorgeworfen, einen großen Teil des Geldes für sie verwahrt zu haben. Deshalb muss auch er sich wegen Geldwäsche vor Gericht verantworten.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatte sich die frühere Angestellte einen Schlüssel zum Safe beschafft. Demnach soll sie immer dann Geld entnommen haben, wenn ihre Kollegen bereits Feierabend gemacht hatten.

Laut Anklage sechs Taten

Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau insgesamt sechs Diebstähle aus der Asservatenkammer vor. Das Bargeld soll sie anschließend ihrem Ex-Freund übergeben haben, damit es bei ihr nicht entdeckt wird. Dennoch habe sie jederzeit Zugriff auf das Geld gehabt. Ein großer Teil der Summe wurde inzwischen zurückgezahlt.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Dann könnte bereits das Urteil fallen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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