Mutmaßlicher Angreifer nach Vorfall an Schongauer Gymnasium in U-Haft
Nach der vermuteten Gewalttat an einem Gymnasium in Schongau in Oberbayern befindet sich der tatverdächtige 16-Jährige in Untersuchungshaft. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, besteht gegen den Jugendlichen unter anderem der dringende Verdacht des versuchten Mordes in zwei Fällen. Der junge Mann hatte die Schule früher selbst besucht.
Den Ermittlungen zufolge soll er am Mittwoch auf dem Schulgelände zwei 13 Jahre alte Schülerinnen mit einem Messer schwer im Bereich des Oberkörpers verletzt haben. Zudem wurde bekannt, dass sich der 16-Jährige zumindest zeitweise in psychiatrischer Behandlung befand.
Bereits zuvor wegen Drohungen aufgefallen
Nach Angaben der Behörden war der 16-jährige Kroate den Sicherheitsstellen schon bekannt. Die Staatsanwaltschaft München II führt demnach wegen zwei Vorfällen aus dem Jahr 2025 Ermittlungen gegen ihn. Dabei geht es unter anderem um Vorwürfe, er habe Mitschüler bedroht und in sozialen Netzwerken Amoktaten verherrlicht. Gründe für eine Inhaftierung habe es in diesem Verfahren nach Behördenangaben jedoch zu keinem Zeitpunkt gegeben.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte bereits am Mittwochabend erklärt, dass sich der Verdächtige in Untersuchungshaft befinde und die entsprechenden Schritte eingeleitet würden. Eine Polizeisprecherin sagte am Donnerstag auf Nachfrage, die Vorführung vor einem Ermittlungsrichter sei erst im Laufe des Tages vorgesehen gewesen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber