Trotz hoher Spritpreise mehr Staus in der Sommerreisezeit
Trotz teurer Kraftstoffpreise haben Autofahrer in der diesjährigen Ferienzeit mehr Zeit im Stau verbracht als noch im Vorjahr. Nach Angaben des ADAC wurden während der Sommerferien insgesamt 128.849 Staus auf Autobahnen und Fernstraßen registriert. Das entspricht einem Plus von gut acht Prozent im Vergleich zur Ferienzeit 2025.
Auch die addierte Staulänge nahm zu: Sie stieg laut ADAC auf 217.727 Kilometer, was einem Zuwachs von rund vier Prozent entspricht. Die gesamte Dauer aller Staus erhöhte sich dagegen nur leicht um ein Prozent auf etwa 124.262 Stunden. Damit gab es zwar mehr Verkehrsbehinderungen als im Vorjahr, im Schnitt dauerten sie jedoch kürzer.
Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen sorgte für Höchstwert
Besonders voll wurde es am Wochenende vom 17. bis 19. Juli. Zum Start der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, zählte der ADAC in diesem Zeitraum 4.324 Staus – so viele wie an keinem anderen Wochenende.
Der verkehrsreichste Tag blieb auch 2026 der Freitag. Dann treffen Berufspendler, Wochenendreisende und Urlauber gleichzeitig aufeinander. An Samstagen und Sonntagen, die früher als klassische Hauptreisetage galten, wurden hingegen nur etwa halb so viele Staus registriert.
Baustellen weiter größter Staufaktor
Als wichtigste Ursache für die vielen Verkehrsbehinderungen nennt der ADAC erneut die zahlreichen Baustellen. Im Schnitt gab es während der Ferienzeit rund 1.020 Autobahnbaustellen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber