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Umweltministerium: Warum der Wal in Dänemark bleibt

Tragisches Ende vor Dänemark: Dort bleibt Buckelwal „Timmy“ wohl liegen. Kann ein gefundener Sender jetzt sein Rätsel lösen?

18.05.2026, 12:00 Uhr

Der tote Buckelwal, der unter dem Namen „Timmy“ bekannt wurde, wird nach Einschätzung der Behörden wohl vor der dänischen Insel Anholt verbleiben. Wie ein Sprecher des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern erklärte, liegt das Tier in dänischen Gewässern, und man gehe davon aus, dass es dort auch bleibt. Zuvor war der Wal vor mehr als zwei Wochen noch lebend durch eine private Initiative mit großem Aufwand in Richtung Nordsee gebracht worden. Rund zwei Wochen später wurde er dann tot vor Anholt entdeckt.

Nach Angaben des Ministeriums dürfte der Wal bereits seit mindestens einer Woche verendet sein, möglicherweise sogar länger. Der fortgeschrittene Zustand der Verwesung mache sowohl einen Abtransport als auch eine nähere Untersuchung schwierig.

Ministerium hofft auf Daten des Senders

Die Behörden wollen nun den Sender auswerten, der am Wal gefunden wurde. Von den Daten erhofft man sich Hinweise darauf, wie lange das Tier nach der Bergung noch lebte und in welchen Gebieten es sich zuletzt aufhielt. Karin Walter-Mommert, die zu den Unterstützerinnen der früheren Bergungsaktion an der deutschen Küste zählt, habe dem Ministerium dafür ihre Hilfe zugesagt. Aktuell befindet sich der Sender allerdings noch bei der dänischen Umweltbehörde.

Diese hatte bereits mitgeteilt, dass derzeit weder eine Bergung noch eine eingehende Untersuchung des Kadavers geplant sei. Aus Sicht der Behörde stellt der tote Wal momentan kein akutes Problem dar. Zugleich verwiesen Experten auf ein mögliches Risiko: Bei verwesenden Walen können sich Gase im Körper ansammeln, die wegen der dicken Speckschicht nicht entweichen und im Extremfall zu einer Explosion führen.

Für Aufsehen sorgten am Wochenende zudem Bilder, auf denen zu sehen war, wie Badegäste auf den Kadaver kletterten und dort für Fotos posierten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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